Deitingen

Unfallopfer nach Horror-Crash bei Raststätte: «Das Auto hat mich 20 Meter mitgeschleift»

„Das Auto hat mich 20 Meter mitgeschleift“

„Das Auto hat mich 20 Meter mitgeschleift“

Eine 82-Jährige rast auf einem Rastplatz in Deitingen in Angelica. Sie verlor dabei ihr Bein. Diese Tragödie veränderte ihr Leben für immer.

Einen Monat ist es her, als auf der Autoraststätte Deitingen-Nord eine 82-jährige Schweizerin die Kontrolle über ihren Wagen verliert und mit voller Wucht die Rumänin Angelica Carpaci erfasst. In der Sendung «Aktuell» von Tele M1 lässt die 39-Jährige den Unfall noch einmal Revue passieren

Eigentlich wollte Angelica Carpaci nur eine Pause machen, als sich ihr Leben plötzlich dramatisch verändert: Eine 82-jährige Rentnerin verliert auf der Einfahrt in die Autoraststätte Deitingen-Nord die Kontrolle über ihren Wagen, touchiert mehrere Autos und erfasst schliesslich auch die 39-jährige Angelica. Der Unfall ist so heftig, dass die gebürtige Rumänin ihren rechten Unterschenkel verliert.

Horror auf Autobahn-Raststätte Deitingen

Horror auf Autobahn-Raststätte Deitingen (Dezember 2016)

Bei der Einfahrt verliert eine 82-jährige Seniorin aus noch unerklärlichen Gründen die Kontrolle über ihr Auto und verursacht einen schweren Unfall.

«Die Frau hat mich bestimmt 20 bis 30 Meter zusammen mit der Leitplanke mitgeschleift», erinnert sich Angelica im Gespräch mit dem Regionalsender Tele M1. «Als ich nach dem Unfall wieder aufgeblickt habe, bemerkte ich, dass mein Fuss abgtrennt war.»

Zwar wird die 39-jährige Rumänin sofort zur Behandlung ins Inselspital in Bern gefahren, doch auch dort kann man ihren Unterschenkel nicht retten. Sie ist seither auf einen Rollstuhl angewiesen und wird künftig eine Prothese brauchen.

Bilder des schrecklichen Unfalls auf der A1-Raststätte Deitingen Nord:

«Ich danke Gott, dass meine Frau nicht gestorben ist»

Ein hartes Los für die Frau, die in der Schweiz auf Arbeitssuche war und eigentlich eine Stelle als Putzfrau annehmen wollte. «Ich kam mit zwei Beinen in die Schweiz», erklärt Angelica und fügt entmutigt hinzu: «Wenn ich irgendwann wieder gehe, habe ich nur noch eineinhalb.»

Auch für Angelicas Lebenspartner Ioan Popescu ist der Unfall ein harter Schicksalsschlag. Der in der Nähe von Venedig Lebende muss künftig alleine für seine Kinder aufkommen. Trotzdem ist er froh, dass Angelica beim Unfall nichts Schlimmeres widerfahren ist. «Ich danke Gott dafür, dass meine Frau nicht gestorben ist», erklärt er. Auch den Ärzten am Inselspitel spricht er seinen Dank aus und versichert, dass er gegen die Unfallfahrerin keinen Groll hegt. (luk)

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