Halten
Unesco- Weltkulturerbe? Ja – das gibts im Wasseramt

Der Urzeitenweg quer durch das Wasseramt wurde offiziell eröffnet.

Rahel Meier
Merken
Drucken
Teilen
Jürg Krämer (links) und Willi Lindner sind die Macher des Urzeitenwegs.

Jürg Krämer (links) und Willi Lindner sind die Macher des Urzeitenwegs.

Hanspeter Bärtschi

Die Köpfe, die hinter dem Urzeitenweg stehen, sind einerseits Jürg Krämer, der immer wieder betont, dass das Wasseramt touristisch besser vermarktet werden sollte und andererseits Willi Lindner, der vor allem die Umsetzung vor Ort vorantrieb. Beide sind Mitglied des Vereins Pro Wasseramt, der den Urzeitenweg initiiert hat. Pro Wasseramt will das Wasseramt besser bekannt machen und die Wasserämterinnen und Wasserämter auch untereinander besser vernetzten, meinte Präsident Hardy Jäggi.

Der Urzeitenweg zeigt den geschichtlichen Ablauf von der Steinzeit über die Bronzezeit bis zur Eisenzeit auf. Er setzt Akzente zu Themen wie Kultur, Medizin, Arbeit und Produktion und verbindet bekannte Sehenswürdigkeiten im Wasseramt miteinander. Eine davon war Schauplatz der offiziellen Eröffnung: der Turm in Halten.

Die Schautafel, die am Eingang zum Museum angebracht ist, erzählt über Nomaden und Sesshafte und die Entwicklung von Werkzeugen für den Ackerbau. Werkzeuge wiederum, die teilweise in den alten Speichern des Museums ausgestellt sind.

Der Urzeitenweg ist in erster Linie für Velofahrerinnen und Velofahrer konzipiert. Die Strecke führt weitgehend über Nebenstrassen und Flurwege. Neben dem Burgäschisee und dem Inkwilersee, wo Pfahlbauer nachgewiesen wurden und die deswegen zum Unesco-Weltkulturerbe ernannt wurden, sind die Schautafeln beim Sportzentrum Zuchwil, der Biberena in Biberist, dem Turm in Halten, dem Primarschulhaus Subingen und beim Kraftwerk in Luterbach aufgestellt. Die Tafeln sind alle gleich aufgebaut, mit Karte, damit man sich orientieren kann und einem bestimmten Thema, das zum Ort passt.

Weg führt durch 13 Gemeinden

Der Weg führt über rund 40 Kilometer durch insgesamt 13 Gemeinden. Die Beteiligten bedankten sich an der offiziellen Eröffnung für die Hilfe der Verwaltungen und der Werkhöfe in der Region, ohne die die Tafeln und Wegweiser nicht hätten platziert werden können. Zudem gab es Unterstützung durch den Lotteriefonds und viel ehrenamtliche Arbeit. «Das Wasseramt kann stolz sein auf dieses Werk», meinte Willi Lindner.

Die Route des Urzeitenwegs im Wasseramt.

Die Route des Urzeitenwegs im Wasseramt.

zvg

Und Hardy Jäggi ergänzte, dass man vor allem in den Schulen Werbung machen wolle. «Man muss nicht immer an den slowUp im Bucheggberg, man kann auch im Wasseramt Velo fahren.» In weiteren Phasen will Pro Wasseramt Erlebnistage «Auf den Spuren der Urzeitmenschen» und «Leben wie die Pfahlbauer» organisieren.