Feldbrunnen-St. Niklaus
Unerwartete Folgen von leichtfertigen Worten

Die Theatergruppe Feldbrunnen-St. Niklaus ist mit einer witzigen Komödie für einen unterhaltsamen Theaterabend gerüstet.

Agnes Portmann-Leupi
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«Lueged emol verbii» empfiehlt die Theatertruppe. apb

«Lueged emol verbii» empfiehlt die Theatertruppe. apb

«Lueged emol verbii.» Vorschnell verabschiedete sich Käthi Roth in ihren letzen Ferien auf Ibiza von der neu erworbenen Bekanntschaft. Ein Jahr später freut sich nun das Ehepaar Roth (Thérèse Hofer und Peter Reinhart) im geschmackvoll eingerichteten Wohnzimmer, ihre Ferien zu Hause zu verbringen.

Einladend steht bereits der Liegestuhl auf dem Balkon. Die beflügelte Stimmung verfliegt jedoch blitzartig, als Rosmarie und Markus Geissberger (Claudia Gubser/Adrian Zbinden) samt Tochter Madeleine (Monika Nünlist) mit beängstigend viel Gepäck hereinplatzen. Die Ferienbekanntschaft hat die Worte «Lueged emol verbii» beherzigt. «Es ist nur für ein paar Tage», vermeldet überfreundlich Rosmarie.

«Migränetypen» loswerden

Ab sofort führen im Hause Roth die Besucher das Zepter und lassen sich nach Strich und Faden verwöhnen. Der Liegestuhl und das Bad sind dauerbesetzt. Die Waschmaschine und der Tumbler laufen den ganzen Tag. Für viel Ärger sorgt Madeleines Hamster Hector mit seiner ausgeprägten Duftnote. Nervenaufreibend benimmt sich die neugierige Nachbarin Monika Schwerzmann (Gaby Lehmann), die keinen Vorwand scheut, um bei den Roths vorbeizuschauen. Unter diesen misslichen Bedingungen hat Roths Sohn Kevin (Michael Zbinden) für seine Uniprüfungen zu büffeln.

Wie nur diese «Migränetypen, Parasiten und Geizhälse» wieder loswerden? Zumal die «voll krasse» Madeleine unterdessen Kevins Freund Oliver (Roger Schmid) anhimmelt. Kann da eventuell Malermeister Bernd Tobler (Patrick Lehmann) etwas ausrichten, oder braucht es noch raffiniertere Schachzüge?

Die Komödie in drei Akten, «Lueged emol verbii», von Ulla Kling verspricht mit ihren träfen Sprüchen und Situationskomik einen heiteren Theaterabend. Regisseur Markus Schmid hat die Theatercrew bestens motiviert und geleitet, sei es in wütender, hinterhältiger, geheuchelter, berechnender oder nonchalanter Sachlage. Kaum jemand wird nach dem Besuch der Komödie einer Ferienbekanntschaft wohl noch seine Adresse zustecken.

Mehrzweckhalle Feldbrunnen: Freitag und Samstag, 23. und 24. März, 20 Uhr. Türöffnung und warme Küche ab 18 Uhr. Mehr Informationen: http://www.theater-feldbrunnen.ch/

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