Die Sanierung der katholischen Kirche Langendorf stand als Haupttraktandum an der ausserordentlichen Kirchgemeindeversammlung an. Präsident Robert Christen betonte, dass die Dachsanierung den Kirchgemeinderat schon lange beschäftige. Christen hielt fest, dass durch eingedrungenes Wasser bereits Schäden im Innern der Kirche entstanden seien und das Flachdach mit seinen insgesamt 650 Quadratmetern nicht mehr dicht sei.

Gregor Kaufmann vom Architekturbüro E + P, welches mit einer Analyse des aktuellen Zustandes beauftragt wurde, erörterte den Anwesenden die dringend notwenigen Arbeiten. Insbesondere müssten Fugen ersetzt werden. Weiter stünden Arbeiten an der Beleuchtung an, eine Dachbegrünung sowie eine Wärmedämmung für die Dachheizung.

Gut gerechnet

Verwalter Carlos Vidal führte aus, dass genügend Rückstellungen vorhanden seien und somit die Finanzierung in erster Linie aus Eigenmitteln möglich, dies unter Gewährleistung der weiteren Liquidität.

Rechnen darf die Kirchgemeinde mit kleineren Beiträgen wie beispielsweise viertausend Franken vom Kanton oder einem Beitrag von 20'000 Franken an die Wärmedämmung der Dachheizung. Bei der Synode sei finanziell nicht viel Spielraum offen.

Von Seite des Kirchgemeinderates wurde darauf hingewiesen, dass man mit 400'000 Franken gut gerechnet habe, um allfällige Nachtragskredite zu vermeiden.

Keine Innenrenovationen

Der Kirchgemeinderat räumt auf die Frage nach kleinen Renovationsarbeiten infolge der Wasserschäden ein, dass zum jetzigen Zeitpunkt keine Innenarbeiten ausgeführt werden. Dies habe man sich im Rat überlegt und betrachte die Innenarbeiten als ein Projekt unabhängig von den jetzt dringenden Arbeiten. Einzig der Eingangsbereich werde noch berücksichtigt auf Grund des hohen Energieverlustes.

Die vorgesehene Zeit für die Renovationen beträgt rund zwei Monate. Wichtig war dem Rat, die Arbeiten in der wärmeren Jahreszeit zu veranlassen. Während den Bauarbeiten werde Rücksicht genommen auf Gottesdienste, Abdankungen und weitere Anlässe in der Kirche. Im Notfall könne in die reformierte Kirche ausgewichen werden. Die katholische Kirche wird während den Sanierungsarbeiten eingerüstet bleiben.

Auch Oberdorf steht an

Neben dem Haupttraktandum der Sanierung der Kirche Langendorf nutzte der Rat die Gelegenheit, um zum aktuellen Stand der Innenrestaurierung der Kirche Oberdorf zu informieren. Urban Fink, Obmann, teilte mit, dass Anfragen zur Finanzierung bei verschiedenen Stiftungen offen seien. Wenn alles gut laufe, könne im ersten Quartal 2020 mit der Innenrestauration begonnen werden. Diese Kosten belaufen sich insgesamt auf rund 1,2 Millionen.