Vorfälle

Unbekannte randalieren auf dem Gelände des FC Gerlafingen – es ist nicht das erste Mal

Vandalen haben auf dem Gelände des FC Gerlafingen gewütet. Sie haben ein Festzelt zerstört und einige Tage später einen Anhänger im Bach versenkt.

Es komme oft vor, dass Vandalen auf dem Sportgelände randalieren, heisst es aus den Reihen des FC Gerlafingen. Genannt werden rund drei Gruppen, die oft gesehen werden, wie sie umherziehen, Alkohol trinken und pöbeln. Da das Sportgelände des Fussballclubs ein wenig abseits liegt, bietet es sich für solche Aktionen an.

Beim jüngsten Vorfall wurden innert wenigen Tagen ein Festzelt von «MS-Sports» und ein Catering-Wagen Ziel der Vandalen. «MS-Sports» veranstaltete zu diesem Zeitpunkt eines ihrer Sportlager auf dem Gelände des Fussballclubs. Beim Festzelt wurden in der Nacht vom 12. auf den 13. April die Seitenwände abgerissen und Festbänke umgekippt. Der Catering-Wagen, wurde in der Nacht von Gründonnerstag auf den Karfreitag zuerst fünf Meter vom Standort weggeschoben und anschliessend im angrenzenden Bach versenkt.

«Schadet nicht nur dem Fussballclub»

Sowohl der FC Gerlafingen, als auch die Gemeinde, der das Areal gehört, sehen sich gezwungen zu handeln. Es schade nicht nur dem Fussballclub, sondern auch der Gemeinde, wenn sich solche Vorfälle häufen, erklärt Verantwortliche des FC Gerlafingen. Die Gemeinde und der Fussballclub haben sich schon einmal an einen runden Tisch gesetzt, um zusammen eine Lösung zu finden. Das wolle man in Zukunft wieder tun, so der Fussballclub. Das bestätigt auch Gemeindepräsident Philipp Heri. Selbst hat er von den jüngsten Vorfällen nichts mitbekommen. «Ich wurde vom FC informiert.» Seiner Meinung nach war es längere Zeit ruhig rund um den Fussballplatz und das Schulhausgelände. Aber das liege möglicherweise auch daran, dass es Winter und kälter war. «Es macht sicher Sinn, dass wir nach diesen Vorfällen wieder zusammensitzen», so Heri weiter.

Als Präventivmassnahme gegen Vandalen gibt es bis dato nur ein Schild, das auf das Nachtgehverbot auf dem Areals hinweist. So ein Schild wird aber schnell missachtet. Bewegungsmelder oder Kameras anzuschaffen stand auch schon zur Diskussion. Doch der FC Gerlafingen betont, dass das benötigte Geld für ein solches Überwachungssystem lieber in die Juniorenausbildung des Clubs investiert werde. Immerhin gehe es dabei um mehrere tausend Franken. Man wolle nicht zu stark auf solche Vandalen eingehen.

Keine Auffälligkeiten

Laut der Kantonspolizei Solothurn gibt es in Gerlafingen keine Auffälligkeiten bezüglich pöbelnder Gruppierungen. Jedoch teilte sie auf Anfrage mit, dass nebst Catering-Anhänger und Festzelt im gleichen Zeitraum auch eine Hochsprungmatte Ziel der Vandalen gewesen sei. Dabei wurde die Abdeckung des Schaumstoffes beschädigt.

Des Weiteren bestätigte die Polizei, dass für das Gebiet des Schulhauses ein sogenannter «Hotspot» festgelegt wurde. Ein «Hotspot» ist ein Ort, an dem sich Ereignisse wie Sachbeschädigungen, Vandalismus Littering oder Lärmbelästigungen häufen. Die Polizei versucht dabei, Probleme mit gezielten und vermehrten Kontrollen zu verhindern. Zur Täterschaft kann nach aktuellen Erkenntnissen keine Angabe gemacht werden, da diese nicht bekannt ist. Die Polizei betont abschliessend, dass eng mit den jeweiligen Gemeinden zusammengearbeitet wird. (Mitarbeit: rm)

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