Etziken
Unbebautes Bauland soll aktiviert werden

Mitwirkung in der neuen Ortsplanungsrevision von Etziken ist bis Ende Juni erwünscht.

Agnes Portmann-Leupi
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In Etziken steht eine neue Ortsplanungsrevision an. (Symbolbild)

In Etziken steht eine neue Ortsplanungsrevision an. (Symbolbild)

KEYSTONE/ARNO BALZARINI

Über 40 Personen nutzten die Gelegenheit, sich am Info-Abend über die Grundlagen der Ortsplanungsrevision – die letzte fällt ins Jahr 2004 – im Sinne einer öffentlichen Mitwirkung zu orientieren. Gemeindepräsident Bruno Meyer blickte auf die Vorgeschichte zurück mit der Genehmigung des Leitbildes im Jahr 2013. Anschliessend erfolgte die Erarbeitung der heute vorliegenden Grundlagen. Deren Vorprüfung durch den Kanton ist bereits erfolgt.

Christian Sigrist von der «SPI Planer und Ingenieure AG», Derendingen, erläuterte die Ziele der Ortsplanungsrevision. Er betonte dabei die Wichtigkeit der Bauzonenpläne und die Integration der neuen Baubegriffe in die Bau- und Zonenvorschriften, um eine optimale Entwicklung der Gemeinde zu gewährleisten. Viele Gespräche wurden in Etziken im Hinblick auf die Aktivierung des gehorteten Baulandes geführt, muss doch erschlossenes Land innerhalb von 15 Jahren bebaut werden. «Neue Einzonungen werden kaum mehr erlaubt», betonte Christian Sigrist. Mit der Ablösung der Ausnutzungsziffer durch die Überbauungsziffer dürften zudem die Grundstücke besser ausgenutzt werden, und bestehende Bauten könnten mit der Einführung eines Nutzungsbonus einfacher vergrössert werden.

Bauzonenverlauf optimiert

Die unterschiedlich benannten Zonen wurden den Vorgaben des Kantons angepasst. In der Kernzone sollen neu nur noch Mehrfamilienhäuser, eventuell auch kleinere Gewerbe entstehen. Das Dorfbild soll in Etziken bewahrt werden, indem die Schranken aufgezeigt würden. Neu sind in der «W2-Zone», nahe der Industriezone, Flachdächer erlaubt. Den Hockeyplatz einzuzonen, bewilligte der Kanton nach der Vorprüfung nicht. Zwecks besserer Auslastung wurde der Bauzonenverlauf «Chappelisacker-Stockmatt-Dorf» unter Einhaltung der Flächenbilanz optimiert. Eine Einzonung zur Standortsicherung der Firma Urben Kyburz AG wird noch abgeklärt. Die notwendigen Neuerungen des Erschliessungsplanes zeigen vor allem den Ausbaubedarf von öffentlichen Erschliessungsanlagen. Darin vorgesehen ist auch die Übernahme von fünf Privatstrassen und -wegen in den Gemeindebesitz.

Unzufriedenheit zeigte sich in der anschliessenden Diskussion bezüglich der Bauverpflichtungen innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Die Details entnahmen die Anwesenden in den aufgelegten Plänen. Diese werden zur Einsicht bis Ende Juni auch in der Gemeindeverwaltung aufliegen. Bruno Meyer forderte die Anwesenden auf, Anregungen und Änderungswünsche mittels abgegebenen Formulars schriftlich einzureichen, um spätere Beschwerden zu vermeiden. Die Planauflage erfolgt im kommenden Herbst. Der Regierungsratsbeschluss wird in der ersten Hälfte 2018 erwartet.