Riedholz
Umgestaltung der Baselstrasse fordert die Anliegergemeinden

Der Gemeinderat Riedholz nutzt die Mitwirkung zur Umgestaltung der Baselstrasse in Solothurn.

Gundi Klemm
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In der Koordination des kantonalen Bauprojekts Kreuzung Hinterriedholz arbeiten die Anliegergemeinden zusammen.

In der Koordination des kantonalen Bauprojekts Kreuzung Hinterriedholz arbeiten die Anliegergemeinden zusammen.

Oliver Menge

Die Sanierung und Umgestaltung der Baselstrasse ist in allen Anliegergemeinden zwischen Solothurn und Flumenthal gegenwärtig ein heisses Thema. Das Amt für Verkehr und Tiefbau hatte bereits sechs Mitwirkungsveranstaltungen angeboten. Zudem waren die Einwohnergemeinden eingeladen, einen Fragebogen zu beantworten.

Darin wurde festgehalten, was aus Sicht der Gemeinden beim Bauvorhaben zwischen Baseltorkreuzung und St. Katharinen noch besonders berücksichtigt werden sollte. Die Planungskommission Riedholz und der Gemeinderat weisen auf etliche kritische Punkte hin. So etwa die Verkehrsführung während der Bauzeit, die Verhinderung von Fluchtverkehr und die gewerbefreundliche Umsetzung des Projektes.

Mit dem Projekt der geplanten Doppelspurigkeit der Bahngeleise im Abschnitt Solothurn-St. Katharinen hat Gemeindepräsidentin Jasmine Huber kein Problem. Huber: «Wir können mit allem leben, wenn Verkehrsfluss und Sicherheit auf dieser wichtigen Achse verbessert werden.»

Anschaffung Tanklöschfahrzeug

Eine Aktion der Solothurnischen Gebäudeversicherung macht es möglich, dass Gemeinden ihr in die Jahre gekommenes Feuerwehrfahrzeug günstig dank einer Sammelbestellung ersetzen können. Markus Grenacher von der Gebäudeversicherung stellte das evaluierte Modell vor, passend für ein Feuerwehr Typ 1 wie Riedholz. Kosten wird es statt 350'000 nur 250'000 Franken. Da die Anschaffung nicht dringlich ist, wird der Gemeinderat den Kredit im Budget 2020 beantragen.

euerwehrkommandant Christian Gaugler wies neben den bekannten baulichen Mängeln im Feuerwehrmagazin auf eine Anpassung der Tore für rund 10'000 Franken hin, die mit diesem Fahrzeugkauf nötig werde. Der Rat diskutierte mit anwesenden Feuerwehr-Fachleuten auch die Zukunft der Orts-Feuerwehr. «Heute und morgen ist die Abdeckung aller Feuerwehrkernaufgaben durch die Ortswehr Riedholz gewährleistet», so Grenacher. Er stellte die neue Alarmierung vor. Jeder Feuerwehrpflichtige sollte im Ereignisfall dort im Brandfall zugezogen werden, wo er tagsüber arbeitet. (gku)

Reber zieht Antrag auf Koordination zurück

Gemeinderat Martin Reber bedauerte in einem Antrag, dass keine wirklich koordinierte Vernehmlassung und Planung im Kreise der betroffenen Gemeinden stattfindet. «Jeder argumentiert nur aus seiner Perspektive – ohne Kontakt zu den anderen Gemeinden.» Bei einem solchen Bauvorhaben müsse doch mit Blick über den eigenen Tellerrand eine gesamtheitliche Lösung gesucht werden, warb er im Rat. Diesbezügliche Aktivitäten der Planungskommission, diese vernetzenden Gespräche zu suchen, engte er dann aber auf einen projektbezogenen Auftrag durch den Gemeinderat ein. Da dies alles aber noch nicht spruchreif ist, zog Reber seinen Antrag zurück.

Die Gemeindepräsidentin wird schon bald auf dieses Thema zurückkommen. Denn gestern fand eine Besprechung benachbarter Gemeindepräsidien zur Umgestaltung der Kreuzung Hinterriedholz statt, über deren Ergebnis sie berichten wird.

Nochmalige Teilauflage der Ortsplanung Riedholz

Abgeschlossen und bereits dem Regierungsrat eingereicht wurde die Gesamtrevision der Ortsplanung Riedholz (ohne Ortsteil Attisholz) am 24. September 2018. Bis auf eine Einsprache konnten alle Einsprachen bereinigt werden. Die Beschwerde stammt von einem Landwirt im Ortsteil Niederwil, der befürchtet, dass die künftige Entwicklung seines Betriebs durch eine vorgesehene Umzonung eines Landteils eingeschränkt werden könne.

Der Gemeinderat teilt diese Bedenken und löste deshalb dieses Teilstück der Ortsplanungsrevision aus dem zurückgezogenen Genehmigungsantrag heraus. Mit einer für beide Seiten hoffentlich besseren Lösung wird demnächst nur dieser Teilbereich öffentlich aufgelegt und im Fall der gütlichen Einigung die gesamte Ortsplanungsrevision dann zur Genehmigung nochmals eingereicht.