Recherswil
Umgesägter Jagdsitz am Waldrand: Für Jäger waren da Profis am Werk

Der Jagdsitz in Recherswil ist in der Nacht auf Donnerstag umgesägt worden. Die Jäger vermuten, dass Profis am Werk waren. Bereits vor einem Jahr wurde ihr Jagdsitz Ziel einer Attacke.

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Hansueli Gerber: "So wie der Hochsitz umgesägt wurde, war das jemand, der Ahnung hatte, wie er das machen musste."

Hansueli Gerber: "So wie der Hochsitz umgesägt wurde, war das jemand, der Ahnung hatte, wie er das machen musste."

Tele M1

Erst letztes Jahr haben die Recherswiler Jäger ihren Hochsitz flicken müssen, weil er von jemandem angezündet wurde. Nun wurde die Holzkonstruktion sogar umgesägt: In der Nacht auf Donnerstag haben Unbekannte sich am Hochsitz zu schaffen gemacht. Der Schaden beläuft sich auf rund 3000 Franken. Die Recherswiler Jäger haben gegen den unbekannten Täter Strafanzeige eingereicht.

Am Donnerstagmorgen lag der Hochsitz quer am Boden. pks

Am Donnerstagmorgen lag der Hochsitz quer am Boden. pks

Für Hansueli Gerber, den Präsidenten des Jagdreviers Recherswil, war das kein Lausbubenstreich, wie er gegenüber Tele M1 sagt: "So wie der Hochsitz umgesägt wurde, war das jemand, der Ahnung hatte, wie er das machen musste." Der Täter hat alle Stützen und Querstreben durchgesägt und den Hochsitz dann umgerissen. Für Jäger Daniel Jäggi "eine himmeltraurige Sache".

Jagdsitze werden von Tierschützern immer wieder gezielt in Vandalenakten malträtiert. Der Kölliker Tierschützer Peter Suter gibt zu, in seinen Jungen auch schon Hochsitze zerstört zu haben: "Manche war schon 10 Jahre alt und die Konstruktion unten verfault." Damit sie umfielen, musste man nur ein bisschen stossen, so der Aargauer Tierschützer. Sein Mitleid mit den Jägern halte sich in Grenzen.

Der Hochsitz stand im Bereich der Willadingenstrasse respektive in der Nähe der Bahnlinie. Zur Ermittlung der Täter sucht die Polizei Zeugen, die im entsprechenden Gebiet verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben oder Angaben zur Identifizierung der Verursacher machen können. (fam/az)