Hubersdorf
Um das Eigenkapital am Schmelzen zu hindern werden die Gebühren erhöht

An der Gemeindeversammlung in Hubersdorf waren sich 32 Stimmberechtigte den ganzen Abend lang einig.

Rahel Meier
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Während die Schülerzahlen in der Sekundarschule höher werden, nehmen sie in der Primarschule in den nächsten Jahren eher ab.

Während die Schülerzahlen in der Sekundarschule höher werden, nehmen sie in der Primarschule in den nächsten Jahren eher ab.

Oliver Menge

Das Budget der Gemeinde Hubersdorf zeigt für das kommende Jahr einen Aufwandüberschuss von 187 257 Franken, bei einem Ertrag von 2,959 Millionen und einem Aufwand von 3,287 auf. Damit schmilzt das Eigenkapital zusammen und wenn es so weiter geht, dann ist es 2019 aufgebraucht, wie Ressortleiter Dominik Feier klar machte. Auch bei den Spezialfinanzierungen schmilzt das Eigenkapital. Aus diesem Grund wurde eine Erhöhung um je 50 Rappen der Wasser- auf neu 1.50 Franken und der Abwassergebühren auf neu 2.10 Franken beantragt.

Bauen oder nicht?

Nach wie vor ist nicht klar, wie die Wasserversorgung in Hubersdorf in Zukunft aussehen soll. Im September informierte der Gemeinderat über die bestehenden Möglichkeiten. Seither hat sich die Situation nicht verändert. Wegen der neuen Vorschriften muss Hubersdorf sein 99 Jahre altes Reservoir ersetzen. Es wäre aber auch möglich, sich statt dessen der Gruppenwasserversorgung Unterer Leberberg (GWUL) anzuschliessen.

«Solange wir nicht wissen, was das kostet und wir keine Grundlagen haben, um die beiden Varianten einender gegenüberzustellen, können wir keinen Entscheid fällen», machte Gemeindepräsident Gregor Schneiter deutlich. Die Gemeinden, die der GWUL angehören, sind sich zudem auch nicht einig. Die einen wollen die heutige Form dieses Zweckverbandes beibehalten, andere würden es bevorzugen, wenn ein noch grösserer Verbund gemeinsam mit der Wareso (Wasserversorgung Region Solothurn) angestrebt würde.

Hubersdorf kann rund 90 Prozent seines Wasserverbrauchs aus seiner eigenen Quelle decken. Nach langer Trockenheit ist man aber auf einen Partner angewiesen. Weil man GWUL angeschlossen ist, kann dann Wasser aus Riedholz bezogen werden. Dieses wird aber voraussichtlich auch teurer, weil ein neuer Verteilschlüssel unter den Gemeinden in Kraft treten soll.

Klar war den anwesenden Stimmberechtigten, dass sowohl der Neubau eines Reservoirs, als auch der Anschluss an die GWUL ihren Preis hat und voraussichtlich eine weitere Erhöhung der Gebühren nötig macht.

Bei der Diskussion des Budgets zeigte sich, dass auch hier möglicherweise eine Erhöhung ansteht: eine Erhöhung des Steuersatzes von heute 119 Prozent nämlich. «15 bis 20 Prozent des Budgets können wir noch selbst beeinflussen. Alles andere sind feste Vorgaben, die wir einfach einsetzen müssen», so Feier. Für die Schule und die Soziale Sicherheit muss im nächsten Jahr mehr aufgewendet werden. Gleichzeitig dürfte der Steuerertrag zurückgehen und auch der Betrag aus dem Lastenausgleich wird weniger. Die Nettoinvestitionen belaufen sich auf 132'300 Franken.

15'000 Franken werden für die Sanierung des Kellers im alten Schulhaus verwendet; 71'300 Franken für die Mehrjahresplanung für die Wasserversorgung; 25'000 für die Ortsplanung und 18'000 Franken für die Digitalisierung des Zonenplans. Diskussionen gab es um die Anschaffung der Motorspritze für die Feuerwehr, die Hubersdorf anteilsmässig 10'000 Franken kostet. Die Motorspritze ist über 40 Jahre alt und es gibt keine Ersatzteile mehr. Das Budget wurde in der Schlussabstimmung einstimmig genehmigt.

Gregor Schneiter benützte die Gemeindeversammlung auch, um die Einwohner über die Ortsplanung zu informieren. Diese soll im nächsten Jahr vorangetrieben werden. Zurzeit würden diverse Konzepte erarbeitet. Ein Diskusisonspunkt sei beispielsweise wie viel Bauland für Wohnen und wie viel für Gewerbe und Arbeiten zur Verfügung stehen müsse. Dann geht es aber auch die Verdichtung innerhalb der Siedlung. «Die Bevölkerung wird mitwirken können, wenn wir so weit sind.»

Gemeinderat Marco Baumgartner freute sich, mitteilen zu können, dass die Überdachung Weid fertiggestellt wurde und der Bevölkerung nun zur Verfügung steht. Dasselbe gilt für den offenen Bücherschrank.