«Ausgangslage ist, dass der Belag auf den Kantonsstrassen in Horriwil einer Erneuerung bedarf», erläuterte Peter Portmann vom Amt für Verkehr und Tiefbau an der Informationsveranstaltung zur Sanierung Haupt- und Hünikenstrasse. Im Zug dieser Sanierung will der Kanton die Verkehrssicherheit erhöhen. Breitere Fahrbahnen sollen ein besseres Kreuzen der Fahrzeuge ermöglichen.

Die Strassen werden übersichtlicher zu queren sein und Trottoirs entlang der Strassen bieten mehr Sicherheit für Fussgänger. Die Warteräume bei den Bushaltestellen werden verbreitert, damit auch Rollstuhlfahrer gut einsteigen können. Was man vergeblich suchen wird, sind Fussgängerstreifen.

Die Bedingungen dafür betreffend Übersichtlichkeit seien nirgends gegeben, erläuterte Uriel Kramer vom Planungsbüro W + H AG, und das geringe Verkehrsaufkommen erfordere diese nicht. Ebenfalls wird es keine Einfahrtsbremse von Hüniker Seite her geben. Messungen hätten gezeigt, dass der Grossteil der Fahrzeuge mit weniger als 54 Stundenkilometern ins Dorf einfährt, wusste Kramer.

Landnahme von Anstössern

Von diesen Sanierungsmassnahmen werden einige Liegenschaftsbesitzer direkt betroffen sein. Es ist unumgänglich, dass für die Verbreiterung der Strassen und das Erstellen von Gehwegen Land von den Anstössern beansprucht wird. Die detaillierte Anpassung von Vorplätzen und das Erstellen von Böschungen auf ihren Grundstücken werden die Planer mit den Betroffenen vor Ort diskutieren. Dem Ausbau zum Opfer fallen wird ein Baum, der zu nahe an der Strasse steht und geschätzte 100 Jahre alt ist. «Ich suche eine Behörde, die für den Baum ist», meinte ein Einwohner wohl nicht ganz ernst.

Selbstverständlich bekomme der Eigentümer auf Wunsch einen Ersatz, versicherte Portmann. «Diskutiert gut miteinander», ermunterte Kramer die betroffenen Anrainer. Der Kanton wolle nicht unbedingt seinen Standpunkt durchsetzen. Es sei immer eine Gesamtabwägung, die Aspekte wie Sicherheit, Verkehrsaufkommen und Eingriff in Privatgut berücksichtigen muss. Die Lösung sollte schliesslich grossmehrheitlich Akzeptanz finden. «Die Behörden haben ein offenes Ohr für die Anliegen der Bevölkerung», bestätigte ein Horriwiler. Er bedankte sich, dass die Petition ins Projekt einfliesst, die mehr Sicherheit bei der Strassenquerung im Oberdorf fordert.

Keine Perimeterbeiträge

Mit Freude nahmen die rund 25 Anwesenden zur Kenntnis, dass die Gemeinde auf eine Erhebung von Perimeterbeiträgen für die neuen Gehwege verzichtet. «Es ist nicht richtig, dass die Anstösser bezahlen müssen, die andern jedoch nicht, obwohl auch sie die Trottoire benützen», sagte Gemeindepräsident Franz Schreier. Zudem lohne sich der administrative Aufwand kaum.

Nach dem Informationsanlass werden die Planer mit den betroffenen Anwohnern das Gespräch suchen. Daraufhin werden sie die Pläne überarbeiten. Voraussichtlich anfangs 2017 erfolgt die öffentliche Auflage. Baubeginn soll im Frühjahr 2018 sein. Über die Kosten des Projekts konnte Kramer noch nichts sagen. Die Gemeinde wird einen Drittel davon übernehmen müssen. In der Finanzplanung sind bereits Beträge dafür eingesetzt.