Feldbrunnen-St. Niklaus

Triathletin Daniela Ryf war an der Gemeindeversammlung wichtiger als das Budget

Nur eine Handbreit entfernt vom Sportstar: An der Gemeindeversammlung stellten die Schülerinnen und Schüler Fragen. Daniela Ryf antwortete.

Nur eine Handbreit entfernt vom Sportstar: An der Gemeindeversammlung stellten die Schülerinnen und Schüler Fragen. Daniela Ryf antwortete.

Die berühmte Triathletin Daniela Ryf wurde geehrt und beantwortete Fragen der Schülerinnen und Schüler.

Wie schon im Vorjahr wurde an der Gemeindeversammlung in Feldbrunnen-St. Niklaus die Weltklasse-Triathletin Daniela Ryf geehrt. Die berühmteste Einwohnerin erschien persönlich und beantwortete Fragen von Schulkindern und Anwesenden. So wollten die Kinder beispielsweise wissen, wie sie sich ernähre oder ob sie gerne Bücher lese. Zum zweiten komme sie weniger in der Hektik ihres Sportlerinnen-Daseins. Daniela Ryf, gerade eben in Deutschland zur Triathletin des Jahres gewählt, bekam denn auch keine Büchergutscheine als Präsent von der Gemeinde, sondern unter anderem einen guten Tropfen, wie Gemeindepräsidentin Anita Panzer verriet. Zuvor haben die 65 anwesenden Stimmberechtigten die Teilrevision des Musikschulreglements genehmigt. Der Blockflötenunterricht ist bisher gratis und erfolgte ursprünglich in sogenannten Klassenlektionen. Der Flötenunterricht hat sich aber mit den Jahren vom Gruppenunterricht zum Einzelunterricht verändert. Die Schulleitung sah sich deshalb gezwungen, die Blockflötenlektionen auf Termine ausserhalb der Unterrichtszeiten zu verschieben, gleich wie der Unterricht in allen anderen Musikinstrumenten. Die Schulleitung ist nun gemeinsam mit der Flötenlehrerin zum Schluss gekommen, den Unterricht in allen Musikinstrumenten gleich zu behandeln. Die Schülerinnen und Schüler können mit der vorgeschlagenen Änderung ihre Lehrkraft für den Blockflötenunterricht selbst wählen. Die Gemeinde trägt 50 Prozent der Kosten bei, wie für den Unterricht in allen anderen Instrumenten auch. Die Vorlage war unbestritten, ebenso wie die Vorlage, den Sport- und Mehrzweckplatz mit einem neuen Belag für 170'000 Franken zu versehen.

Steuersätze bleiben tief

Genehmigt wurde das Budget 2018 mit einem Ertragsüberschuss von 25'925 Franken. Dies bei unveränderter Steueranlage von 65 Prozent für natürliche und 55 Prozent für juristische Personen. Obwohl die Gemeinde 200'000 Franken mehr in den Finanz- und Lastenausgleich einzahlen muss, können die Steuersätze im nächsten Jahr noch gehalten werden, so Anita Panzer. Der Investitionsbedarf ist relativ gering. Bei einem Cashflow von 373'164 Franken und einem Investitionsbedarf von 229'100 Franken beträgt der Selbstfinanzierungsgrad 162 Prozent. Das Budget beinhaltet Aufwendungen von insgesamt 5'461'065 Franken.

Weiter orientierte Anita Panzer, dass die Revision der Ortsplanung weit fortgeschritten sei. «Wir haben vom Kanton ein erstes weitgehend positives Feedback erhalten.» Einzonungen würden kaum gewährt, allerdings habe das Amt für Raumplanung für einen Streifen am westlichen Ausgang des Dorfs ein positives Signal gesendet. Das Restaurant zum Durstigen Wanderer bleibt ein Sorgenkind. «Die Suche nach einem neuen Pächter gestaltet sich unerwartet schwierig, immer wieder haben sich Hoffnungen zerschlagen.» Obwohl man sich über alternative Nutzungen Gedanken machen müsse, sei die Hoffnung, geeignete Pächter zu finden, aber noch nicht gestorben.

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