Hochbetrieb herrschte am Wochenende für die Hornusser aus der Region in Recherswil und in Lüsslingen-Nennigkofen. Das letzte Heimspiel von Recherswil-Kriegstetten A hätte an Spannung nicht mehr überboten werden können.

Der amtierende Meister Bern-Beundenfeld A lag in der Tabelle vor Spielbeginn mit einem Rangpunkt schlechter, bei ebenfalls zwei Nummern auf Rang vier hinter den Wasserämtern, totalisierte aber 511 Schlagpunkte mehr als die Platzherren.

Es gab also nur eines: «Wir mussten mehr Punkte schlagen, um die Berner noch aus den Medaillenrängen zu verdrängen, eine äusserst schwierige Aufgabe», sagte Spielführer Michael Spichiger. «Heute stimmte in unserem Team einfach alles. Nur so konnten wir noch Bronze holen.»

Bei hochsommerlichen Bedingungen begann das Spiel bereits im ersten Umgang spannend und schliesslich lautete das Resultat knapp 690:679 für die Stadtberner. Im zweiten Umgang vermochten die Einheimischen mit je 85 Punkten durch Reto Glauser, Christian Schenk, Stefan Häni und Samuel Krebs sowie je 81 Punkten von Michael Spichiger und Manuel Weber das Blatt noch für die Platzherren zu wenden.

Der zweite Umgang ging mit 670 zu 650 an die Recherswiler. Nach der Fusion mit Kriegstetten komplettieren die zurzeit stärksten Wasserämter Hornusser ihren Medaillensatz. Dies nach dem Vize-Meister- und dem Meistertitel, der vor vier Jahren gewonnen wurde.

Eine Fleissleistung

Bereits am Freitag begann in Lüsslingen-Nennigkofen der Wettkampf für die 58 Gruppen, die sich für die Ausscheidung im Nordostschweizerischen Hornusserverband für den Eidgenössischen Gruppenfinal vom Bettagsamstag in Gondiswil gemeldet haben.

Weil in der Nationalliga am Samstag noch die letzte Meisterschaftsrunde auf dem Programm stand, traten die stärksten Sechsergruppen bereits am Freitagabend an. Hier beteiligte sich Recherswil-Kriegstetten mit nicht weniger als sechs Sechsergruppen am Wettkampf und stellte mit ihrem stärksten Team 1 auch gleich den Sieger. «Jeder soll spielen können.»

Diesen Satz schrieb sich der neugegründete Verein vor sechs Jahren auf das Logo, und daran hielt man sich. Das ist auch der Grund dafür, dass sie am Wochenende ganze sechs Sechsergruppen zu den Ausscheidungen schickten. Allein aus der NLA-Mannschaft machten drei Sechsergruppen mit.

Dass am Schluss die Sechsergruppe Recherswil-Kriegstetten 1 mit 464 Punkten die Ausscheidung für sich entschied, erstaunt daher nicht. Eine Topleistung vollbrachte auch die HG Zuchwil, die sogar drei Teams an den eidgenössischen Final nach Gondiswil entsenden darf.

Auch im Einzel ganz oben

Auch das Einzelklassement wurde von den Recherswilern dominiert mit Samuel Krebs (82 Punkte), Christoph Schenk (80) und Stefan Häni (78) an der Ranglistenspitze sowie mit Manuel Weber und Michael Spichiger (je 76 Punkte) auf den Plätzen 9 und 10.

Wegen kassierter Nummeros blieben starke Schlagteams wie Recherswil-Kriegstetten 2, Lyss 1, Arch-Oberwil 1, Epsach und Aetingen 1 früh auf der Strecke.