Derendingen
Top 5 Fusion: Druck von allen Seiten spürbar

Genau 57 Personen, dazu Gemeindepräsident Kuno Tschumi und Gemeindeschreiberin Beatrice Müller, interessierten sich für den Fusionsvertrag. Tschumi stellte die Eckwerte des Vertrages vor.

Rahel Meier
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Das Fusionsprojekt «Solothurn Top 5»

Das Fusionsprojekt «Solothurn Top 5»

Simon Dietiker

«Wir kommen langsam auf die Zielgerade», meinte er. Er machte zudem deutlich, dass die Veranstaltung keine Abstimmungsarena sei, sondern dass es darum gehe, Informationen zu vermitteln. Auch Tschumi machte darauf aufmerksam, dass mit der Fusion der Top 5 zusammenwachsen würde, was zusammengehöre und die Region stark mache. «Solothurn würde zu einer Kantonshaupt- und Kulturstadt mit Charme und wirtschaftlicher Kraft.» Derendingen spüre den Druck der Nachbargemeinden im Wasseramt. «Diese haben keine Freude an einem grossen Nachbarn und hätten es lieber, wir würden vermehrt mit ihnen zusammenarbeiten.» Tschumi machte zudem klar, dass Derendingen nur fusionieren würde, wenn auch Solothurn und Zuchwil Ja sagen.

In der anschliessenden Fragerunde, die nur von Wenigen genutzt wurde, stellte einer der Anwesenden die Frage, was denn die Fusion jeder einzelnen Person bringen würde. Ausserdem fragte er sich, ob das Fusionsgebilde überhaupt funktioniere. «Wir sehen ja, was im Moment in der EU abgeht», meinte er. Hier widersprach Tschumi. Die EU sei ein reiner Wirtschaftspakt. Bei der Fusion der Top 5 sei dies anders. Vor allem könnten die Regionsgemeinden Solothurn gemeinsam jederzeit überstimmen. «Denn wir haben zwei mal so viele Einwohner.»

Blick über die Gemeindegrenzen

«Im Glarnerland hat die Fusion funktioniert», meinte ein weiterer Zuhörer. Der sich dafür fragte, wie man die Verkehrsproblematik rund um die beiden grossen Industriebrachen in den Fusionsgemeinden lösen wolle. «Was die Raumplanung angeht, hätte das fusionierte Solothurn viel mehr Möglichkeiten. Wieso nicht beispielsweise das Areal der Papieri zu Wohnzone machen und dafür nahe den Autobahnanschlüssen Industrie platzieren?» Heute liege das Problem darin, dass die Planung der Gemeinden jeweils an der Gemeindegrenze ende, so Tschumi.

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