Luterbach
Tolles Ergebnis, mieser Bahnhof

Das Resultat der Jahresrechnung 2018 der Gemeinde Luterbach ist ausgezeichnet, der Zustand des Bahnhofs überhaupt nicht.

Lara Frey
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Das Ein- und Aussteigen am Bahnhof Luterbach gleiche einer Kletterpartie, steht in der SP-Motion.

Das Ein- und Aussteigen am Bahnhof Luterbach gleiche einer Kletterpartie, steht in der SP-Motion.

Hanspeter Bärtschi

Der SP Luterbach will dem Trauerspiel beim Bahnhof nicht mehr zusehen. Sie reicht an der Gemeindeversammlung eine Motion zur Aufwertung des Bahnhofs Luterbach ein. Der Gemeinderat soll weiterhin Druck auf die SBB ausüben, damit diese ihre Verantwortung wahrnimmt und den Bahnhof behindertengerecht und gesetzeskonform aufwertet. Der Bahnhof sei seit Jahren unzugänglich für Menschen mit Gehbehinderungen, Gepäck oder Kinderwagen. 193 Unterschriften hat die SP innerhalb eines Monats für das Anliegen gesammelt.

Zu Beginn der Rechnungsgemeindeversammlung weckt Gemeindepräsident Michael Ochsenbein aber erst einmal schöne Erinnerungen: das Eröffnungsfest des Uferparks Attisholz vom vorletzten Wochenende. Er lobt den Kanton für die Realisierung des Uferparks und beruhigt die Anwesenden zugleich: Die Frage, wer für die Unterhaltskosten aufkommen muss, sei noch nicht geregelt, jedoch gebe es keine Differenzen zwischen dem Kanton und der Gemeinde Luterbach. Man suche nach einer Konsenslösung, es sei lediglich eine «Peanutsdiskussion».

Eröffnungsfest Uferpark
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Michel Lüthi/bilderwerft.ch

Rekordergebnis

Erfreulich geht es weiter mit der Jahresrechnung: Einen Ertragsüberschuss von 2'161'505 Franken kann die Gemeinde für das Jahr 2018 verzeichnen. Dies sei einmalig, sagt Kurt Hediger, Ressortleiter Finanzen. Erst zwei Mal hätte es einen Ertragsüberschuss von mehr als 2 Millionen Franken gegeben in Luterbach, das letzte Mal befand sich noch die Scintilla AG auf Luterbacher Boden. Der Ertragsüberschuss ist auf die hohen Einnahmen bei den Quellensteuern aufgrund der Grenzgänger von Biogen und die hohen Anschlussgebühren für die Abwasserbeseitigung durch Biogen zurückzuführen. Hediger betont, das Ergebnis sei sehr erfreulich, man müsse aber nach wie vor vorsichtig mit dem Finanzhaushalt umgehen; insbesondere, weil die Erträge durch die Quellensteuern und Abwasserbeseitigung von Biogen ab Produktionsbeginn wahrscheinlich wieder sinken würden.

Aus acht wird eine

Rainer Hug, Präsident der Gruppenwasserversorgung Unterer Leberberg, präsentiert die geplante Restrukturierung der Gruppenwasserversorgung. Aus den 8 Trägerschaften, die heute die Primäranlagen betreiben, wird eine. Das führe zu einer Vereinfachung, Verstärkung und vor allem Gleichbehandlung aller Gemeinden. Ochsenbein ergänzt: «Es scheint, als ob Luterbach nach der Restrukturierung mehr bezahlen müsse. Durch den hohen Wasserverbrauch durch Biogen wird das allerdings wieder ausgeglichen und die Gemeinde bezahlt schlussendlich nur etwa 30 000 Franken mehr. Das spielt für Luterbach keine Rolle.» Die Anträge werden einstimmig genehmigt. (lfs)

Auch Gemeindepräsident Ochsenbein betont: «Dass wir einen solchen Überschuss präsentieren können, ist eine aussergewöhnliche Situation. Die Überschüsse sind auf unterschiedliche, nicht vorhersehbare Gründe zurückzuführen.» Der Gemeinderat werde weiterhin sehr vorsichtig planen, da man nicht jedes Jahr solch hohe Erträge bei den Quellensteuern erwarten darf. Die Jahresrechnung wird von den 22 Stimmberechtigten einstimmig genehmigt.

Abschied von Ruedi Bianchi

Die Auflösung der Stiftungen und Legaten wird von den Stimmbürgern allesamt einstimmig genehmigt. Die Fonds müssten aufgelöst werden, da ihr Zweck nicht mehr erfüllt ist, weil die Zinserträge so tief sind. Am Ende der Versammlung wird der langjährige Gemeindeschreiber Ruedi Bianchi verabschiedet. Eine offizielle Laudatio findet am 3. Juli an der öffentlichen Gemeinderatsitzung statt.

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