René Strickler
Tiger in Crémines: Berner Regierungsrat steht hinter Umzug des Subinger Raubtierparks

Auch wenn noch Hürden überwunden werden müssen, wird der geplante Umzug des Subinger Raubtierparks in die Siky Ranch nach Crémines auch vom Berner Regierungsrat unterstützt.

Drucken
Teilen
Der von der Zwangsräumung bedrohte Raubtierpark in Subingen geht neue Wege: Er plant, im Herbst in die Siky Ranch in Crémines zu ziehen.

Der von der Zwangsräumung bedrohte Raubtierpark in Subingen geht neue Wege: Er plant, im Herbst in die Siky Ranch in Crémines zu ziehen.

KEYSTONE/PETER KLAUNZER

Der geplante Einzug des Subinger Raubtierparks in die Siky Ranch in Crémines wurde in einer Medienmitteilung bestätigt. Nun geht es um die Details: Vor dem Umzug von Subingen in die Siky Ranch seien nun umfangreiche Planungs- und Bauarbeiten in Crémines erforderlich. Bis die bestehenden Anlagen den heutigen Anforderungen an eine moderne artgerechte Haltung von Raub-und Wildtieren angepasst sind, müssten René Stricklers Raubkatzen noch bis in den Herbst in Subingen auf den Umzug warten.

Werner Ballmer, Verwaltungsratspräsident Raubtierpark Subingen AG, ist zuversichtlich, dass die Bauarbeiten plangemäss absolviert werden können. «Gemeinde und Kanton sind sehr interessiert», erklärt Ballmer. Man arbeite intensiv an den letzten Details etwa in Bezug auf die Gestaltung des künftigen Tierparks. Gleichzeitig würden alle Vorabklärungen getroffen, damit das Baugesuch in der Auflage nicht Schiffbruch erleide. So soll beispielsweise gar der Wanderweg verschoben werden. «Man darf aber nicht vergessen, dass in der Siky Ranch schon Raubtiere gehalten wurden.»

Regierungsrat will helfen

Das erwähnt auch Christoph Neuhaus, Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektor im Kanton Bern. Werner Ballmer habe sich vor Monaten bei ihm gemeldet. Noch müssten ein, zwei Hürden überwunden werden, aber er sei zuversichtlich. «Es ist eine Win-win-Situation. Die Siky Ranch kann offen bleiben. Und René Strickler braucht eine Nachfolgelösung.» Die Siky Ranch eigne sich als Lokalität für die Raubtiere, weil sie abseits von Wohnbauten liege. Und nicht zuletzt passe der Zoo in die Gegend, die es nicht einfach habe. «Hier kann keine IT- oder Chemiefirma angesiedelt werden. Und mit dem positiven Weissensteintunnel-Entscheid bleibt die öV-Anbindung erhalten.»

Der Kanton Bern werde das Vorhaben unterstützen. «Wir haben gesagt, wir helfen.» Sei es bei der Eingabe in der Gemeinde oder beim Bund.

So sind die ersten Schritte zu Realisierung der Zusammenführung der beiden Parks bereits getan. Doch noch sind einige Dinge offen und müssen geklärt werden. So verlangt das Oberamt nach einer Bestätigung der Aktienkapitalerhöhung sowie einen realistischen Bauplan, der bezeugt, dass der Umbau in kürzester Zeit erfolgen kann. (uby)