Die Zürcher Tierschutzgruppe Vier Pfoten könnte bei einer Räumung des Raubtierparkes von René Strickler einen wichtigen Beitrag leisten. «Vier Pfoten» erschien zur Verhandlung zwischen Strickler und der Grundstücksbesitzerin Espace Real Estate AG vor dem Amtsgericht Bucheggberg-Wasseramt und verfasste eine Medienmitteilung. Man habe auf Eigeninitiative im November 2014 zum ersten Mal Kontakt mit René Strickler aufgenommen.

Strickler fordert Gnadenfrist (Tele M1, 3.2.2016)

Ziel der Kontaktaufnahme sei es gewesen, die aktuelle Situation der Tiere und mögliche Lösungsansätze zu diskutieren, falls es zu einer Zwangsräumung kommen sollte. Erst bei einer Zwangsräumung würde der Fall Raubtierpark Subingen ein offizieller Tierschutzfall werden, denn ab diesem Moment stünde das Leben der 19 Grossraubtiere in Gefahr.

Eine Umplatzierung von 19 Grossraubtieren sei eine Herkulesaufgabe, so die Tierschutzgruppe weiter. «Vier Pfoten» sei bereit, bei einer Zwangsräumung die Parteien zu unterstützen, wenn die Hilfe aktiv gefordert wird. In einem ersten Schritt würde die internationale Tierschutzorganisation beratend agieren. Durch die langjährige Expertise im Bereich von Grosskatzentransfers sei man in diesem Bereich ein kompetenter Ansprechpartner.

Strickler gegen Zusammenarbeit
An der Verhandlung vor dem Richteramt Bucheggberg-Wasseramt erläuterte Avanti Sarah Ochsner, die Rechtsvertreterin von René Strickler, dessen Verhältnis zu «Vier Pfoten» wie folgt: «Mein Mandant kämpft für seine Tierhaltung. Deshalb ist es folgerichtig, dass er nicht mit Tierschutzorganisationen verhandelt, weil diese die Tiere wegnehmen und fremdplatzieren
würden.»

Der Fall des Raubtierparks Subingen zeige, laut «Vier Pfoten», exemplarisch verschiedene problematische Aspekte der Wildtierhaltung. Die Haltung von Wildtieren wie Pumas, Löwen oder Tiger stelle extrem hohe Ansprüche, die höchstens von wissenschaftlich geführten Zoos und guten Auffangstationen erfüllt werden können. Nicht zuletzt müsse die Finanzierung und Unterbringung der Tiere auf Lebenszeit sichergestellt werden.

Muss René Strickler Tiere aus seinem Raubtierpark in Subingen einschläfern? (13.1.2016)