Derendingen
Tempo 30 soll Schulweg sicherer machen

Infolge des Tempo 30- und Parkplatzprojektes wurde die Bevölkerung von Derendingen zu einem Info-Abend eingeladen. Dabei konnten die Anwesenden Anregungen anbringen, die bei der Überarbeitung des Konzepts überprüft und berücksichtigt werden sollen.

Nadine Schmid
Drucken
Teilen
Die Tempolimite 30 soll für mehr Sicherheit sorgen. (Symbolbild)

Die Tempolimite 30 soll für mehr Sicherheit sorgen. (Symbolbild)

Keystone

Das Ziel der weitflächigen Temporeduzierung soll sein, die Sicherheit im Verkehr und auf dem Schulweg zu erhöhen. In den Legislaturzielen, das der Gemeinderat vor vier Jahren verabschiedete, nahm er sich vor, genau diese Sicherheit zu gewährleisten und auch die Wünsche der Bevölkerung miteinzubeziehen.

Gleichzeitig ist diese Verkehrsberuhigung Voraussetzung, damit die im Jahr 2018 geplante Sanierung der Hauptstrasse, die auf die Tempo-30-Zone aufbaut und reagiert, beginnen kann. «Eigentlich wird mit der neuen Regelung ein gesetzlicher Rahmen geschaffen, für das was bereits teilweise praktiziert wird», so Remo Schwarz ( B+S Ingenieure und Planer).

In Wohngebieten würden Strassennutzer aus Selbstverständlichkeit langsamer fahren, da es Begegnungsorte und Schulwege sind. Bei allen Strassen seien aber zu hohe Geschwindigkeiten gemessen worden. Bei der Friedhofstrasse und der Kirchgasse hätten die 15 Prozent Schnellfahrer sogar zu einem Schnitt von 45 Stundenkilometern geführt.

Durch Hindernisse durchsetzen

Das im vergangenen Juni vom Gemeinderat angenommene Konzept der kommunalen Abteilung Bau und Planung liegt gegenwärtig beim kantonalen Amt für Verkehr und Tiefbau zur Stellungnahme vor. In der Tempo-30-Zone gilt Rechtsvortritt, Fussgängerstreifen sind nur in der Nähe von Schulen und Heimen erlaubt, Fussgänger haben keinen Vortritt. Beim Beginn der Zone gäbe es jeweils wenn möglich eine Verengung. Dadurch würden die Lenker nicht nur optisch auf die Temporeduktion hingewiesen, sondern dazu gebracht, durch das Hindernis die Geschwindigkeit zu mässigen.

Tempo 30 kommt bis ins Jahr 2018

Etappenweise soll in allen Quartieren in Derendingen (hell- und dunkelgrün eingefärbt) die Tempo-30-Zone eingeführt werden. Eine Ausnahme bildet das «Elsässli» (rot), das schon länger eine Begegnungszone mit Tempo 20 ist. Nicht einbezogen sind die Kantonsstrassen (nicht eingefärbt). (rm/mgt)

Bei diversen Strassen, so unter anderem bei der Steinmatt- und Friedhofstrasse, inklusive deren Querstrassen, wurde eine Nachfrage an Parkplätzen festgestellt. Durch versetzte Parkierung wolle man an all den betreffenden Strassen eine Geschwindigkeitssenkung herbeiführen. Vorgesehen sei eine blaue Zone, wobei Anwohner durch eine Karte ohne Zeitbegrenzung parkieren können.

Die Parkplätze würden zwar nicht ausreichen, doch sei geplant, nachträglich noch welche einzuzeichnen. Bauverwalter Roger Spichiger meinte: «Wir werden mit dem Kanton verhandeln, um den Abschnitt zwischen City und Pflegeheim ebenfalls zu einer Tempo-30-Zone umfunktionieren zu können.»

Polizeikontrollen erwünscht

Die Anwesenden baten um regelmässige Polizeikontrollen in den Quartieren. «Ansonsten wird die neue Regelung nicht eingehalten», waren etliche der Meinung. Dem stimmte Spichiger zu und konnte versichern, dass vor allem in der Anfangsphase die Kantonspolizei auf die betreffenden Strassen vermehrt ein Auge werfen würde. Ebenso würde hin und wieder ein Radar aufgestellt.

Einen fixen Auftrag über eine längere Zeitspanne hinweg konnte er aufgrund der Kapazität der Kapo noch nicht garantieren. Ein Anwesender warf zu den Geschwindigkeitsüberschreitungen ein, dass ein jeder an sich selbst appellieren und sich an die Bestimmungen halten soll: «Wir selbst, also die Anwohner, sind doch diejenigen, die die Quartierstrassen am meisten befahren.»

Die Vorschläge der Anwohner beliefen sich vor allem auf weitere Parkplätze, ein Parkverbot bei zu schmalen Strassen, Verschiebungen von Strassenschildern und einem Verbot für Lastwagen.
Geht es nach Plan, so soll das Projekt bis zum Dezember überarbeitet und im Oktober 2116 die Rechtsgültigkeit erhalten. Von da an soll die neue Zone in Etappen bis 2018 eingeführt werden. Die Kosten belaufen sich inklusive Planung, Umsetzung und Markierung auf 475 000 Franken.

Aktuelle Nachrichten