Der Gemeinderat hat die Planungskommission damit beauftragt, ein Tempo 30-Projekt für das Dorf oder Teilbereiche auszuarbeiten. Erste Rückmeldungen werden für den Herbst erwartet.

Bisher hat die Gemeindebehörde Tempo 30-Anfragen bis nach der Ortsplanungsrevision vertröstet, wenn die neuen Erschliessungspläne vorliegen. Nun ist es also soweit. Die Zeit für eine Gesamtüberprüfung sei reif, so Gemeindepräsidentin Jasmine Huber. Ende Mai 2018 sei erneut ein Schreiben ein zur Überprüfung einer Tempo 30-Zone eingegangen. Bereits 2014 und 2015 gab es Anfragen aus den Quartieren Längacker und Burgstrasse. Im Antragsbericht wird aber auch darauf hingewiesen, dass die Einführung der heutigen bestehenden Tempozone 30 umstritten war.

Es gab Einsprachen, die bis ans Verwaltungsgericht gezogen wurden. Heute sei aber die Akzeptanz in der Öffentlichkeit breiter, weil solche Zonen «schon fast zum Alltagsbild im Strassenverkehr gehören».

Welche Stärken und vor allem welche Schwächen hat Riedholz aus Sicht der nachhaltigen Entwicklung? Der «Gemeindeprofilograf» gibt Antworten. Mit diesem Instrument werden über hundert Indikatoren abgefragt, die in einer Beurteilungsskala mit Werten zwischen 1 bis 10 benotet werden. 1 bedeutet, dass die jeweilige Indikatoren-Aussage für die Gemeinde überhaupt nicht zutrifft, und 10, dass sie voll zutrifft.

Der Gemeinderat hat sich reichlich Zeit für die Beantwortung der Fragen genommen. Diese werden nun ausgewertet. «Wir haben bei der Beantwortung gemerkt, dass wir gewisse Schwächen bereits in den Legislaturzielen definiert haben», erklärt Gemeindepräsidentin Huber. (uby)