Informationsanlass

Teilleitbilder sollen den Blick schärfen für Messens Ortskerne

Das Areal rund um das Schulhaus in Brunnenthal wird als eines der möglichen Entwicklungsgebiete angesehen, das in die Wohnzone umgezont werden könnte.

Das Areal rund um das Schulhaus in Brunnenthal wird als eines der möglichen Entwicklungsgebiete angesehen, das in die Wohnzone umgezont werden könnte.

An einem Informationsanlass wurden die Teilleitbilder Innenentwicklung und Zonen für öffentliche Bauten und Anlagen der Gemeinde Messen vorgestellt.

Das räumliche Leitbild der Gemeinde Messen wurde im Sommer 2019 genehmigt. In der Zwischenzeit wurden zwei zusätzliche Aspekte vertieft betrachtet: Die mögliche Innenentwicklung in den Dorfkernen der vier Ortsteile und die Grundstücke, die heute in der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen liegen.

«Diese beiden Teilleitbilder sollen das räumliche Leitbild ergänzen und den Blick schärfen», erklärte Susanne Asperger an einer Informationsveranstaltung. Sie hat sich als Planerin mit Messen auseinandergesetzt. Man habe sich bewusst nur mit den Ortskernen beschäftigt. «In den Einfamilienhausquartieren sehen wir insgesamt nur wenig Innenentwicklungspotenzial.»

Knackpunkte sind Solaranlagen und Belichtung

Insgesamt sei in allen Ortsteilen Umnutzungspotenzial bei bestehenden Bauten vorhanden. Dabei sollten bestehende Gärten und Hofplätze möglichst beibehalten werden. Nicht erwünscht seien insgesamt hohe Umzäunungen. «In Messen gibt es zudem heute viele Freiräume, das können Wiesen oder Hosteten, aber auch Spielplätze sein. Diese sollen möglichst ebenfalls erhalten werden», so Asperger. Wichtig seien die Sichtbeziehungen aus dem Dorf in die Landschaft hinaus, aber auch auf die bestehenden historischen Bauten.

Die Arbeitsgruppe hat sich gemeinsam mit Susanne Asperger zudem mit vier Handlungsfeldern auseinandergesetzt. So wurde überlegt, wie man Neubauten in die heutigen Ortsbilder einpassen kann. Gerade die Dorfkerne von Messen und Balm sind im ISOS (Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz von nationaler Bedeutung) aufgeführt. So hat man Empfehlungen für die Bauweise, aber auch die Materialisierung und die Farbgebung entwickelt. Ebenso ist man beim Thema Umbauten verfahren.

Ein spezielles Augenmerk wurde hier auch auf die Belichtung geworfen. Denn die Dächer sind prägend im gesamten Dorf und sollten das auch künftig bleiben. Ebenso wichtig sind die Aussenplätze. Diese sind durchfliessend gestaltet und haben so oft einen halböffentlichen Charakter. Dazu kommen Bauerngärten und Hosteten. Als Letztes wurde auch über Solaranlagen diskutiert. Diese sollen künftig möglich sein. «Sie müssen aber sehr unauffällig und ins Dorfbild integrierbar sein», so Asperger.

Platz für Alterswohnungen sichern

Alle Grundstücke in der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen wurden überprüft. Dabei ergibt sich nur wenig Handlungsbedarf. Das alte Schulhaus in Balm bei Messen könnte allenfalls in die Wohnzone umgezont werden. Das gleiche gilt für das Schulhaus in Brunnenthal mit dem grossen Spielplatz. Die grösste Veränderung könnte es in Messen geben.

Dort überlegt sich der Gemeinderat ob das Grundstück nördlich des Mehrzweckgebäudes, das im Eigentum der Kirchgemeinde ist, als Standort für Alterswohnungen in Frage kommt. Das Grundstück wird heute landwirtschaftlich genutzt. Abschliessend forderte Asperger die Bevölkerung auf, sich schriftlich zu äussern. «Wir brauchen ihre Rückmeldungen. Vor allem auch dann, wenn sie Bauabsichten haben, und wir das heute noch nicht wissen.»

Meistgesehen

Artboard 1