Zuchwil
Täter stellen sich – gab es ein illegales Puff in der Wohnung des Opfers?

Die beiden Männer, die in Zuchwil einen Mann zusammengeschlagen haben, haben sich gestellt. Ging es beim Streit vom Mittwochnachmittag ums Sex-Milieu? Im Quartier kursieren Gerüchte, wonach in der Wohnung des Opfers ein illegales Puff betrieben wird.

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Das Opfer wohnt in diesem Block an der Veilchenstrasse.

Das Opfer wohnt in diesem Block an der Veilchenstrasse.

TeleM1

Ein 25-jähriger Kroate wurde bei der Auseinandersetzung vom Mittwoch leicht verletzt. Die beiden Männer, die ihn vor der Haustüre zusammengeschlagen haben, flohen. Sie meldeten sich noch am Abend bei der Polizei. Weil es sich bei einer Tätlichkeit um ein Antragsdelikt handelt und niemand eine Anzeige erstatten will, ist der Fall «aus polizeilicher Sicht geklärt», wie Andreas Mock, Mediensprecher der Kantonspolizei auf Anfrage sagt.

Nähere Angaben zu den beiden Männer will die Polizei nicht machen. Nur so viel: «Es waren keine Schweizer», so Mock.

Das Opfer hätte eigentlich bis zum 1.Mai die Wohnung verlassen haben müssen.

Vor diesem Wohnblock an der Veilchenstrasse kam es zur tätlichen Auseinandersetzung
4 Bilder
Polizeieinsatz in Zuchwil
Das Haus wurde grossräumig abgesperrt
Die Polizei vor Ort

Vor diesem Wohnblock an der Veilchenstrasse kam es zur tätlichen Auseinandersetzung

TeleM1

Wie Mieter des Blocks gegenüber «TeleM1» angeben, sei die Polizei schon früher beim 25-Jährigen zu Besuch gewesen. Deshalb wird vermutet, dass der junge Mann in seiner Wohnung ein illegales Puff betrieben hat und es bei der Auseinandersetzung um Streitigkeiten im Rotlicht-Milieu gegangen ist.

In der Wohnung des Opfers sollen täglich mehrere Frauen ein und aus gegangen sein. Immer wieder hätten sich in der Wohnung Ungarinnen aufgehalten, die dort angeschafft haben sollen.

Der Hauswart des Wohnblocks flüchtete nach der tätlichen Auseinandersetzung zusammen mit dem Opfer in eine Wohnung in den oberen Stockwerken. Dort habe der leichtverletzte Mann die SIM-Karte seines Handys die Toilette hinabgespült, berichtet «TeleM1».

Die Polizei war am Mittwoch mit einem Grossaufgebot vor Ort, weil zuerst von Waffen die Rede war. Die Einsatzkräfte wurden aber abgezogen, nachdem sich diese Meldung nicht bestätigte. Neben schwerbewaffneten Polizisten standen auch zwei Ambulanzen im Einsatz. (ldu)