Derendingen

Tarife für Musikschule sorgen für Diskussionen

Speziell begabte sollten gefördert werden. Das soll nicht am Geld scheitern.

Speziell begabte sollten gefördert werden. Das soll nicht am Geld scheitern.

Der Gemeinderat Derendingen beriet das Musikschulreglement und die dazugehörige Dienst- und Gehaltsordnung.

Ausgangspunkt war die Motion von Markus Baumann (Gemeinderat, SP), die eine Senkung der Elternbeiträge für die Musikschule beinhaltete. CVP und FDP forderten danach in einer weiteren Motion, dass die Musikschule neu gestaltet werden soll.

Hauptdiskussionspunkt war die Tarifausgestaltung. Die Arbeitsgruppe hat das neue Reglement in der Annahme verfasst, dass der Betrag von 120 Franken, den Baumann fordert, nur für den Einzelunterricht (25 Minuten) und den Gruppenunterricht (45 Minuten) gilt. Einzelunterricht während 35 Minuten oder die Kosten für ein zweites Instrument sollen mit den bisherigen Tarifen verrechnet werden. Auch so würde sich der Deckungsgrad der Elternbeiträge von heute 18 Prozent auf neu knapp 5 Prozent verringern.

Der Gemeinderat konnte sich aber mit diesen Tarifen nicht anfreunden. Speziell Begabte sollten gefördert werden und das dürfe nicht am Geld scheitern. Man gab der Arbeitsgruppe deshalb den Auftrag, weitere Tarifsysteme zu prüfen. Ein Sozialtarif wurde angeregt. Gleichzeitig möchte der Gemeinderat auch wissen, was die Musikschule die Gemeinde effektiv kostet. Nicht bestritten war die Teilrevision der Dienst- und Gehaltsordnung.

Tangentiallinie macht Sinn

Der Gemeinderat beschäftigte sich zudem mit einer Petition, die via petitio.ch eingereicht wurde. In der Petition wird eine Querverbindung mit dem Bus nach Luterbach oder Deitingen gefordert. So müssten Pendler nach Olten nicht mehr den Umweg nach Solothurn fahren.

Grundsätzlich sei der Gemeinderat nicht abgeneigt, ein solches Begehren zu unterstützen, meinte Gemeindepräsident Kuno Tschumi auf Anfrage. Man stelle sich aber einen noch etwas grösseren Wurf vor.

Eine neue Tangentiallinie, die zwischen dem Attisholz-Areal in Riedholz bis zum Bahnhof Gerlafingen oder zum RBS-Bahnhof in Biberist geführt werden könnte. «Damit würden wir auch Biogen und weitere Gebiete mit vielen Arbeitsplätzen an den öffentlichen Verkehr anbinden und den Bahnhof in Solothurn entlasten.» Allerdings könne nur der Kanton eine neue Buslinie in Auftrag geben. Werde eine Linie nicht ins Netz der Busbetriebe Solothurn und Umgebung aufgenommen, müsste die Gemeinde diese selbst finanzieren, was rund eine halbe Million pro Jahr kosten würde. Tschumi will die Petition in diesem Sinne beantworten.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1