Trachten und Tänze – eine unvergleichliche Verbundenheit. Diese zelebrierte übers Wochenende die «Trachtegruppe Buechibärg» zu ihrem 30-jährigen Bestehen. Tanzend eröffneten sie den Jubiläumsanlass in der Mehrzweckhalle mit dem Schottisch «Isers Jubiläum».

Mit einem Potpourri aus verschiedenen Volkstänzen verdeutlichten die Frauen und Männer leichtfüssig die Anfänge der Trachtengruppe. «Vor 30 Jahren hatte die Landjugendgruppe einen Trachtentanzkurs ausgeschrieben, das daraus resultierende Volkstanzfieber führte zur Gründung der Trachtengruppe», erzählte Präsident Pablo Egolf.

Etwas musste der Verein jedoch dem einheimischen Trachtenchor versprechen, nämlich nicht zu singen. Trotz dieser Auflage besteht dieser Chor heute nicht mehr, die Trachtengruppe hingegen zählt 28 Aktiv- und 28 Passivmitglieder. Vizepräsident Thomas Meyer meinte begeistert: «Es ist ein gutes Gefühl, die Stimmung der Musik in Tänzen auszudrücken.» Zudem fördere das Tanzen Fitness und Koordination und belebe Körper und Geist. Landwirt Res Ramser verkündete, dass er beim Tanzen mehr schwitze als bei der Arbeit.

In selbst geschneiderter Tracht

Tanzen heisst im Fall der Trachtengruppe Hüpfen, Drehen, Stampfen, Klatschen, Gehen, einzeln, zu zweit oder zu dritt – gepaart mit wechselnden Formationen. Die Trachtengruppe unter der Leitung von Käthi Jutzi, Annette Ramser und Käthi Rüfenacht gefiel, ob in Polka, Schottisch Mazurka oder Walzer.

Dabei wehten die selbst geschneiderten Trachten der Tänzerinnen. Vornehm wirkte die Bucheggberger Ausgangstracht mit dem typischen «Härzfäckli» in der Taille als Rückenabschluss. Dazu die eigens kreierte Brosche mit dem Bezirkswappen. Ebenfalls die Bucheggberger Festtagstracht, mit den aufschlussreichen Göllerketten. Je mehr eine Frau davon trug, umso begehrenswerter, genauer gesagt betuchter war sie.

Alle Tänze mit Live-Begleitung

In die Herzen des zahlreichen Publikums tanzte sich die Kinder- und Jugendtanzgruppe etwa in «E Rösslifahrt dürs Thal», im Ländler «Es Tänzli fürs Chränzli», im «Dr Kobold» oder in der rassigen «La Galette» aus Frankreich. Erfrischend dabei nicht nur ihr Können, sondern auch die wunderschön zu Zöpfen geflochtenen Haare der Mädchen. «Die Musik ist cool und das gemeinsame Tanzen macht Spass», begründet Madlen ihr Mitmachen in der Gruppe der Fünf- bis Sechzehnjährigen.

Bravourös begleitete die fünfköpfige Kapelle «Echo vom Napf» aus dem Emmental alle Tänze live mit Schwyzerörgeli, Bass und Klarinette. Film- und Fotoporträts von Markus Arn und Thomas Meyer verschafften Einblick ins Alltagsleben von verschiedenen Vereinsmitgliedern.

Der zweite Teil des Jubiläumsanlasses bestritt die Theatergruppe des Jodlerchörlis Utzenstorf unter der Regie von Peter Lüdi. Mit dem Lustspiel «Ändlech säubständig» veranschaulichten sie Unsitten von vernachlässigten Ehefrauen.