Die SBB-Tageskarten für die Gemeinde schlagen um 700 Franken auf neu 14'000 Franken pro Karte auf. Damit die Karten weiterhin die Kosten selber decken können, soll der Verkaufspreis in Rüttenen von 40 auf 45 Franken angehoben werden. Fabien Choffat (Grüne) plädierte für eine Beibehaltung des jetzigen Preises.

Stattdessen soll die Auslastung erhöht werden. «Im letzten Jahr haben wir 675 Stück verkauft. Damit die Karten selbsttragend bleiben, müsste man jährlich lediglich 25 Karten mehr verkaufen», so Choffat. Ivan Ruetsch (SP) befürchtet gar einen Rücklauf bei den Verkaufszahlen, sollte es zu einem Preisanstieg kommen. Denn mit 45 Franken sei ein Schwellenwert erreicht, mit dem es für viele nicht mehr rentieren würde, auf das Angebot der Gemeinde zurückzugreifen.

Auch von auswärts

Gemeindepräsident Gilbert Studer (FDP) entgegnete, dass es nicht das Ziel sein sollte, die Kosten unter allen Umständen tief zu halten. «Bereits heute kommen wegen des Preises viele Auswärtige zu uns, um eine Karte zu holen, sodass die Rüttener selbst des Öfteren leer ausgehen.» Der Antrag der Finanzkommission (Fiko), welche für eine Erhöhung eintrat, wurde schliesslich mit 5 zu 4 Stimmen angenommen.

Einstimmig beschloss der Gemeinderat zudem, dass die öffentlichen Parkplätze an der Feldstrasse auf die Ostseite – entlang dem offenen Feld der Bürgergemeinde – verlegt werden. Der Grund dafür ist, dass die bisherigen Plätze an der Westseite der Strasse direkt ans Trottoir grenzen. Dadurch stehen die Fahrzeuge oft auf dem Gehweg, was sowohl die Fussgänger als auch den Reinigungsunterhalt und die Schneeräumung behindert.

Ausgeglichenes Budget

Das Budget 2017 schliesst bei Aufwendungen von 6,368 Mio. Franken und einem Ertrag von 6,387 Mio. Franken mit einem Ertragsüberschuss von 19 080 Franken ab. Die Ausgaben bewegen sich mehrheitlich in einem ähnlichen Rahmen wie 2016. Der Netto-Gesamtaufwand der Bildung fällt mit 2 218 474 Franken allerdings gut 90 000 Franken höher aus als im Vorjahresbudget. «Dies stellt sich hauptsächlich aus Besoldungskosten und Sozialleistungen zusammen», sagte Gemeindeverwalter Franz Lüthi. Denn obwohl nicht mehr Kinder zur Schule gingen, wurde bei der Primarschule eine zusätzliche Abteilung erstellt, was zu einer weiteren Stelle führte. Daher ergibt sich ein wesentlicher Mehraufwand allein für die Besoldung der Lehrpersonen von rund 81 800 Franken. Die Finanzkommission werde hier allerdings die Augen offen halten und im kommenden Schuljahr den Nutzen der neuen Konstellation nochmals kritisch hinterfragen, wie Lüthi erklärte. Die Erfolgsrechnung wurde einstimmig gutgeheissen. Der Steuerfuss für natürliche und juristische Personen bleibt bei
112 Prozent.

Das Budget der Alterssiedlung Rüttenen schliesst ausgeglichen mit einem Aufwand und Ertrag von je 113 150 Franken ab und wurde einstimmig genehmigt. Genauso wie der Bruttokredit von 150 000 Franken zur Realisierung einer separaten Heizung für die Alterssiedlung.