Wer kennt es nicht, das Lied vom «alten Haus von Rocky Docky». Und es passte gesanglich zum Spatenstich, der den Start der Um- und Ausbauarbeiten für die Schulanlage in Langendorf symbolisierte. «Wir hoffen allerdings, dass das Haus nicht allzu sehr wackeln muss», nahm Gesamtschulleiterin Caroline Kiener das Thema in ihrer Begrüssung auf.

Gemeindepräsident Hans Peter Berger gab zu, dass er ein «Déjà-vu» erlebe. Denn eine seiner ersten Amtshandlungen als Gemeindepräsident war im Jahr 2001 die Einweihung des damaligen Schulhausum- und Anbaus. Er ging in seiner kurzen Rede auch auf den «langen und steinigen Weg» ein, den die Schulraumerweiterung in Langendorf hinter sich hat. «Der grundsätzliche Bedarf an zusätzlichem Schulraum war nie bestritten», so Berger.

Spatenstich für den Schulhausneubau in Langendorf

Spatenstich für den Schulhausneubau in Langendorf

Die Schüler singen am Spatenstich und schaufeln Erde in einen Pflanzenkübel. Der Baum wird als Symbol des Neubaus eingepflanzt.

Die Finanzierung und die Angst vor einer zu grossen Verschuldung prägten aber die Diskussion im Dorf und so wurde der Gemeinderat in eine Zusatzrunde geschickt. Berger zeigte sich überzeugt, dass die erweiterte Schulanlage künftigen Generationen im Dorf diene. «Wir wollen eine Umgebung schaffen, in der man sich wohl fühlt, gerne lehrt und auch gerne lernt.»
Mit dem «Baggerblues», gesungen von den Primarschülern, wurde zum Spatenstich übergeleitet. Ein Bagger häufte genügend Erde auf, damit einige Schulerkinder symbolisch einen Baum pflanzen konnten. Noch steht er in einem grossen Topf. «Nach Abschluss aller Arbeiten im Jahr 2022 wollen wir ihn dann auf dem Schulareal einpflanzen», so Kiener. Denn Bäume hätten eine wichtige Rolle auf dem Schulareal.

Drei Jahre Baustelle

Mit dem symbolischen Spatenstich wurde am Mittwoch die Realisierung der Schulraumerweiterung in Langendorf gestartet. Als Bauleiter ist Lukas Kümin (Arbeitsgemeinschaft aagps architecture ltd. / Graf Stampfli Jenni Architekten AG) für den reibungslosen Ablauf verantwortlich. «Bis 2006 war ich selbst Schüler hier in Langendorf», meinte er gestern. Er freue sich deshalb besonders, dass er nun bei der Erweiterung der Schulanlage mitarbeiten dürfe. Das Architektenteam ist schon seit 2017 intensiv an der Arbeit. Damals wurde der Wettbewerb gewonnen. 2018 ging es um die Ausschreibungen und die Bewilligungsverfahren. Am 15. Dezember 2018 wurde die Baubewilligung dann offiziell erteilt.

Kümin erklärte am Spatenstich, wie die Bauetappen geplant sind. In einem ersten Schritt wird das neue Schulhaus M als Verlängerung des (bestehenden) Schulhauses D erstellt. Konkret wird zuerst mit den Bauplatzinstallationen gestartet. «Die Sicherheit auf dem Schulareal soll jederzeit gewährleistet sein.» Schon im März wird mit den Aushubarbeiten und der Pfahlfundation begonnen. Ende April starten dann die Baumeisterarbeiten. Im Mai 2020 soll das Schulhaus bereits an die Schule übergeben werden.

Dann folgt die zweite Etappe. In den Jahren 2020 und 2021 wird die Turnhalle E bis auf den Rohbau des Garderobentraktes abgebrochen und an der gleichen Stelle eine neue Doppelturnhalle erstellt. Die dritte Etappe ist die Sanierung der alten Turnhalle F in den Jahren 2021 und 2022. Dort sind wärmetechnische Massnahmen, Eingriffe an den haustechnischen Anlagen und die Erneuerung der Oberflächen geplant.

Die Schulhauserweiterung wird mit 17,95 Mio. Franken veranschlagt. Der Neubau des Schulhauses M kostet 6 Mio. Franken. Die Doppelsporthalle 7,14 Mio. und der Umbau der alten Turnhalle weitere 3,35 Mio Franken. Dazu kommen Umgebungsarbeiten mit einem Total von 1,46 Mio. Franken.