Der Kanton hat einen Pächter für die ehemalige Kantine im neuen Uferpark gefunden. Unter drei Bewerberinnen hat die Emmenpark AG von Markus Balsiger das Rennen gemacht, wie das Hochbauamt mitteilt. Die Vertreter beim Kanton seien sehr glücklich mit diesem Entscheid. Markus Balsiger sei ein ausgewiesener Gastronomie-Manager. Mit ihm könne nun auch die weitere Sanierung der ehemaligen Kantine koordiniert werden, beispielsweise in der Ausgestaltung der Küche oder beim Kauf des Mobiliars.

Der Pachtvertrag sei über einen Zeitraum von zehn Jahren abgeschlossen worden, mit einer Option für eine weitere Zusammenarbeit. Der Start erfolgt auf Ende des ersten Quartals im nächsten Jahr. Bereits im Mai 2019 plant der Kanton ein Volksfest zur Eröffnung der 60'000 Quadratmeter grossen Uferparkanlage. Man wolle die Bevölkerung der angrenzenden Dörfer und der Region entschädigen dafür, dass der Aareuferweg nun längere Zeit gesperrt war.

Und natürlich solle diese einzigartige Anlage gewürdigt werden. Blicke doch die halbe Schweiz auf diese spezielle Kombination an der Aare zwischen Luterbach und Riedholz. Im Norden ein Industrieareal, das sich verwandle in ein Areal für Wohnen und Gewerbe, dann der Übergang ins Industrieareal im Süden der Aare, unterbrochen von der riesigen Parkanlage, die heute schon in Konturen erfahrbar ist.

«Super spannendes Projekt»

Markus Balsiger, der Pächter der ehemaligen Kantine ist happy, dass er den Zuschlag erhielt. «Das ganze Uferpark-Projekt finde ich super spannend. Die Lage ist wunderbar, und von der ehemaligen Kantine bin ich auch begeistert.»

Wie sich zeigt, weiss Balsiger schon jetzt, was er nicht will. Ein Themenrestaurant, wie beispielsweise sein «Zum goldenen Gallier» in Biberist (siehe Box), soll es nicht werden.

Balsiger hat schon einige Ideen, was er gastronomisch bieten will. «Ich möchte die Geschichte des Gebäudes aufnehmen, das früher als Kantine diente.» Angedacht seien eine Art Kiosk, ein Selbstbedienungsteil sowie auch ein Restaurant mit Service. «Am Kiosk sollen die Leute beispielsweise einen Grillkorb kaufen können, also mit Grill, Kohle und Anzünder sowie Esswaren. Natürlich werden Korb und Grill wieder zurückgegeben.» Er möchte auch «Fish and Chips» verkaufen und so einen Bezug zur Aare schaffen. Während der Hauptsaison im Sommer will er 7 Tage offen haben, auch in der Ferienzeit.

Dabei setze er nicht auf die wenigen Sommertage, sondern auf die Sonnentage. Auch im Winter. Dann will er Kissen und Decke reichen oder eine Eisfläche anbieten. «Der Uferpark ist ein Begegnungs- und Freizeitpark. Deshalb kann ich mir gut vorstellen, Anlässe beispielsweise im künftig umgebauten Gemäuer der ehemaligen ARA zu organisieren. Balsiger rechnet mit einer Stammbesetzung von 5 bis 8 Personen, die bei frequenzreichen Tagen aber aufgestockt werden soll.