Subingen
Springkonkurrenz auf Rasen und Matsch

Der Reitverein Wasseramt konnte die Pferdesporttage in Subingen dieses Jahr wieder durchführen.

Marlene Sedlacek
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Saskiam Schläfli Horriwil mit Hamilton XI.

Saskiam Schläfli Horriwil mit Hamilton XI.

zvg

Erdstücke spritzen unter den Hufen der Pferde hervor. Jeder Schritt der Tiere erzeugt ein schmatzendes Geräusch. Nach eineinhalb sonnigen Tagen hat die Nacht und der Vormittag mit Dauerregen Spuren auf dem Concoursplatz an den Subinger Pferdesporttagen hinterlassen. Vor allem die Qualifikationsprüfungen der Freiberger- und Haflingerpferde am Sonntagmorgen haben dem Rasen zugesetzt. Dieser präsentiert sich nun mehr braun als grün.

Vor den letzten beiden Wettkämpfen, dem Preis der Einwohnergemeinde Subingen und dem Wasserämter Grand-Prix ist der Himmel wolkenverhangen, ab und zu fallen Regentropfen. Doch langsam klart es auf. Vor dem letzten Parcours zeigt sich gar die Sonne und die Jury erlaubt Sommertenue. Nach und nach trocknet auch der Boden etwas ab. Trotz dieser Unbilden gehen 14 Pferde an den Start. Mehr als einmal kommt es auf dem schwierigen Gelände zu heiklen Situationen und ein Ausrutschen in den Kurven kann nur knapp verhindert werden.

Westschweizer dominierten in den ersten Rängen

Der Favorit Jacky Studer aus Delémont, der mit zwei Pferden am Preis der Einwohnergemeinde Subingen gestartet war, konnte sich auf dem 1. und 3. Rang platzieren. Diane Berger aus Moutier, ebenfalls mit zwei Pferden am Start, sicherte sich Platz zwei. Während sich Jacky Studer auch im beliebten Wasserämter Grand-Prix, der mit einem besonders hohen Preisgeld lockt, mit Galant den 1. Platz erkämpfte, musste sich Diane Berger mit den hinteren Rängen begnügen, da sie Strafpunkte kassierte. Auf dem 2. und 3. Platz konnten die Deutschschweizer mit Sacha Däppen aus Wasen i.E. und Monique Hofer aus Tschugg die Siegerreihe der Westschweizer durchbrechen.

Ein lohnender Anlass, der viele Helfer braucht

Susanne Probst ist froh, dass dieser Anlass, der traditionsgemäss am ersten Augustwochenende stattfindet, durchgeführt werden konnte. Letztes Jahr fiel er den Coronamassnahmen zum Opfer. «Das ist die Haupteinnahmequelle für unseren Verein», betont sie. Sie weiss aber auch, dass der Anlass viel Arbeit mit sich bringt. Es braucht Leute zum Herrichten des Platzes und zum Aufstellen, Abräumen und Reinigen der Hindernisse. Auch die Gastwirtschaft braucht Personal. Die Vereinspräsidentin schätzt es sehr, dass die Gemeinde hinter dem Verein steht. Den Trainingsplatz beim Klubhaus, auf dem auch der Concours stattfindet, stellt die Gemeinde zur Verfügung. Ebenso richtet sie den Preis für einen Wettkampf aus. Spontan erlaubte sie das Parkieren beim Mehrzweckgebäude, wo der Boden für die Transporter besser war als auf dem Gras. Der Verein darf seit Jahren auf treue Sponsoren zählen, ohne die ein solcher Anlass unmöglich wäre.

Teilnehmende schätzen das familiäre Ereignis

An den drei Tagen konnten sich die Reiterinnen und Reiter an insgesamt 17 Prüfungen in verschiedenen Kategorien messen. Für viele Reitbetriebe ist der Subinger Concours eine ideale Gelegenheit, ihre jungen Bereiter zu Übungszwecken an den Start zu schicken. Der familiäre Anlass ist bei den Teilnehmenden sehr beliebt. Auch die Konkurrenz, das Summer Jumping Festival in Roggwil, das neuerdings gleichzeitig stattfindet, hatte nur wenige der üblichen Teilnehmenden abziehen können.

Der Anlass ging ohne gravierende Verletzungen über die Bühne.

«Wir hatten zwar zu Beginn der Wettkämpfe einen kleinen Unfall»,

sagt Samariterin Grazyna Jäggi. Einem Kind eines Teilnehmers war das eigene Pferd auf den Fuss getreten. Mit Eisauflegen konnte der Schmerz jedoch rasch gestillt werden. Ansonsten hätten ein paar kleinere Wehwehchen mit Salben behandelt werden können.

Preis der Einwohnergemeinde Subingen 1. Jacky Studer, Delémont mit Galant (0/57.77) 2. Diane Berger, Moutier mit Vivelle du Cornat (0/58.62)
3. J. Studer mit Galao (0/59.97)
Wasseramt Grand-Prix 1. Jacky Studer mit Galant (0/56.73)
2. Sacha Däppen, Wasen i.E. mit Diderot de Lassus (0/57.75) 3. Monique Hofer, Tschugg mit Channel B (0/58.51).

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