Subingen
Geschichtenweg zu 751 Jahren Subingen

Der Geschichtenweg wurde mit einem Jahr Verspätung nund doch noch eröffnet. Er führt an diversen historisch bedeutsamen Orten durchs Dorf. Geleitet wird man durch eine App, die man herunterladen kann.

Hans Peter Schläfli
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Agathe Stettler (rechts) freute sich über die Eröffnung des Geschichtenweges.
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Kilian Ziegler versuchte sich in Subinger Wortspielen.
Auch für Musik war gesorgt.
Süsses gab es vom Samariterverein.
Auch der Rolf Sauser Platz ist Teil des Geschichtsweges.

Agathe Stettler (rechts) freute sich über die Eröffnung des Geschichtenweges.

Hans Peter Schläfli

«Man sagt ja nicht Subinger, sondern Subiger. Denn die Leute sind hier die Grössten, sonst würden sie ja Susmaller heissen.» Mit solchen Wortspielen zog Kabarettist Kilian Ziegler anlässlich der festlichen Einweihung des Subinger Geschichtswegs sein Publikum durch den Kakao.

Ingoldstadt. Diese Anspielung auf die seit Jahrzehnten in der Dorfpolitik dominierende Familie ging Ziegler allerdings durch die Lappen. Aber immerhin, zum neuen Geschichtsweg meinte der Wortakrobat: «Subingen ist damit auf dem Goldweg. Entschuldigung, auf dem Ingoldweg.»

Viele historische Details zusammengtragen

Die Stimmung auf dem ehemaligen Bahnhofplatz, der seit die Züge hier nicht mehr anhalten Rolf Sauser Platz heisst, war ausgelassen. Solche historischen Details erfährt man eben auf dem neuen Geschichtsweg, der den Anlass für das Fest gegeben hatte.

«Wir freuen uns sehr, dass wir nach so langer Durststrecke endlich wieder einmal feiern dürfen»,

sprach Agathe Stettler im Namen der organisierenden Kultur- und Jugenkommission den Leuten aus der Seele.

Eigentlich wäre die Einweihung des Geschichtswegs nämlich letztes Jahr zum 750-Jahr-Jubiläum des Dorfes vorgesehen gewesen, das aber wegen der Pandemie gänzlich abgesagt werden musste. 751 Jahr ist zwar eine ungerade Zahl, trotzdem wurde es ein rundes Fest.

Wasserfontäne im richtigen Augenblick

Örgeli-Beat und Freunde sorgten für die Musik, der Samariterverein mit den beliebten Waffeln für das Süsse und Kilian Ziegler für die Lacher. «Stell dir vor, du bist zu einem Brunch eingeladen fragst jemanden «Bröönsch»? Der Typ sagt ja. Was macht du dann, hat der jetzt Hunger oder musst Du ihn löschen?»

Ausgerechnet bei diesem Wortspiel riss ein Auto mit Anhänger beim Hydranten gegenüber des Fetzeltes den Feuerwehrschlauch aus und eine gewaltige Wasserfontäne unterbrach das Programm des Kabarettisten. Zum Glück hatte es auch einen Feuerwehrmann am Fest, der die Sache rasch wieder im Griff hatte.

«Geschichte ist nichts Verstaubtes»

«Mit Geschichte bringen wir langweilige Bücher, verhauene Prüfungen, graue Denkmaler und längst vergangene Schlachten und Kriege in Verbindung. Geschichte ist nichts Verstaubtes», sagte Kilian Ziegler. «Die Subinger haben nicht nur das Rad erfunden hätten, sondern gleich auch noch das Velo. Die berühmte Statue des Davids ist vom Subinger Künstler mit dem Namen Mittellandgelo erschaffen worden. Kurz zusammengefasst: «Subingen ist auf dem Goldweg. Entschuldigung, auf dem Ingoldweg.»

Wer den Geschichtsweg durch das Dorf erleben will, der kann sich dafür eine App herunterladen. Es genügt, zum Beispiel im Google Play Store, nach dem Wort Subingen zu suchen und der korrekte Vorschlag zum Download erscheint. Agathe Stettler hat dazu einen Tipp: «Um alle Details ganz nutzen zu können, muss man der App nur erlauben, den genauen Standort zu bestimmen.»