Subingen
Gemeinderat wird verkleinert - Kräfteverhältnis dürfte wohl gleich bleiben

SP, FDP und CVP haben je eine Liste mit sieben Kandidatinnen und Kandidaten für den Gemeinderat Subingen eingereicht. Sechs Bisherige treten wieder an.

Rahel Meier
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21 Kandidatinnen und Kandidaten bewerben sich um einen Gemeinderatssitz in Subingen.

21 Kandidatinnen und Kandidaten bewerben sich um einen Gemeinderatssitz in Subingen.

Rahel Meier

4 - 1 - 4 heisst die Zauberformel für Subingen. Vier FDP-Sitze, ein Sitz für die CVP und vier Sitze für die SP. Nun wird der Gemeinderat auf die neue Legislatur hin auf sieben Mitglieder verkleinert. Alle Parteipräsidenten würden einen zusätzlichen Sitz gerne nehmen, aber keiner rechnet damit.

«Arithmetisch gesehen sollten wir unseren Sitz halten können», meint Robin Schmid (CVP). Mit Raphael Probst tritt der bisherige Gemeinderat erneut an. Auch Schmid selbst, der als Ersatz amtet, ist wieder auf der Liste, die mit sieben Leuten gefüllt werden konnte. Das freut Schmid, denn das Gemeinderatsamt bringe doch einigen Aufwand mit sich.

Wahlkampf führen geht zurzeit nicht

«Es ist schwierig eine Prognose zu stellen», meint auch Stephan Guggisberg (SP-Parteipräsident). Die SP ist in der guten Lage, dass mit Stephanie Béguelin, Roger Blanc und Gemeindepräsident Hans Ruedi Ingold gleich drei Bisherige wieder zur Wahl antreten. «Ich hoffe schon, dass wir drei Sitze halten können.»

Es sei allerdings schwierig, Wahlkampf zu betreiben, da man ja keine Veranstaltungen durchführen dürfe. «Wir haben gute Leute auf unserer Liste und wir haben einen schönen Prospekt gestaltet. Aber die anderen Parteien haben das auch», so Guggisberg.

Drei Listen

Die Kandidatinnen und Kandidaten

CVP – die Mitte: Franz Gygax, Lukas Gygax, Nicole Kläusler, Ivica Maric, Raphael Probst (bisher), Robin Schmid (bisher Ersatz), Caroline Schreier.

FDP - die Liberalen: Michael Blaser, Remo Kissling, Michael Kummli (Gemeindevizepräsident, bisher), Agathe Stettler (bisher Ersatz), Michel Vögtli, Jan Wagmann, Praveen Wyss (bisher).

SP: Stephanie Béguelin (bisher), Roger Blanc (bisher), Thomas Canonica, Sandra Egloff, Susanne Eichler, Hans Ruedi Ingold (Gemeindepräsident, bisher), Marc Würsten. (mgt)

Für FDP-Parteipräsident Michael Kummli ist klar: «Wir wollen drei Sitze halten.» Bei der FDP fehlen mit Peter Glutz und Fraktionschef Urs Ledermann zwei bisherige Gemeinderäte, die jeweils viele Stimmen für die Partei holten. Kummli und Praveen Wyss treten erneut an. Dazu kommt Ersatzgemeinderätin Agathe Stettler.

«Wir haben eine sehr ausgewogene Liste mit Leuten die im Dorf bestens bekannt und vernetzt sind. Unsere Ersatzgemeinderätinnen haben sich in den letzten Jahren stark engagiert», so Kummli. Frische Leute würden auch frischen Wind bringen, was die Arbeit im Gemeinderat belebe.

Gute Auswahl: Drei Parteien mit vollen Listen

Michael Kummli findet es persönlich «eine gute Sache», dass in Subingen Wahlen stattfinden und dass die Bevölkerung aus 21 Leuten auslesen kann. «Wichtig ist, dass die Gemeinderätinnen und Gemeinderäte über die Parteigrenzen hinweg konstruktiv zusammenarbeiten.»

Zu tun gibt es in Subingen in der nächsten Legislatur sicher genug. Neben den laufenden Bauprojekten wie der Dreifachsporthalle, der Erweiterung des Schulhauses und dem Vereinspavillon gehe es auch um die Entwicklung der Gemeinde als Ganzes und um das Dorfzentrum, meint Robin Schmid. Dazu gehöre auch, dass die Gemeinde sich für Firmen attraktiver positionieren sollte, damit neue Arbeitsplätze in der Gemeinde geschaffen werden könnten.

Steuerfuss ist ein Thema

Ein Anliegen sei der CVP zudem die Weiterentwicklung der familienergänzenden Betreuungsangebote. «Ein erster Schritt ist gemacht worden. Aber es darf noch mehr sein.» Schliesslich sei auch der Steuerfuss ein Thema.

«Da sollte etwas gehen, wir haben eine der höchsten Belastungen im Wasseramt.»

Letzteres unterstützt auch die FDP, wie Michael Kummli bekräftigt. «Wir haben die laufende Rechnung im Griff. Der Steuerfuss darf kein Tabu mehr sein.»

Auch er nennt die laufende Orts- und die Zentrumsplanung als wichtige Projekte für die nächste Legislatur.

Verwaltung neu organisieren

Er sieht aber noch eine andere Baustelle in der Gemeinde. «Wir müssen unsere Verwaltung neu aufstellen.» Man arbeite seit 15 Jahren mit den gleichen Strukturen, das Dorf sei aber gewachsen. Zudem würden Leute an Schlüsselstellen innerhalb der Verwaltung in den nächsten sechs bis acht Jahren teilweise gleichzeitig pensioniert.«Der Umbau muss darum zwingend in der nächsten Legislatur erfolgen.»

Weiter werde man in Subingen zudem für die Anbindung des Unterdorfes an den öffentlichen Verkehr kämpfen und Wohnraum für Senioren sei ebenfalls ein wichtiges Thema.

Finanzlage ist ungewiss

«Die Zentrumsentwicklung ist auch für die SP ein Schwerpunkt, den es in der nächsten Legislatur zu bearbeiten gibt», meint Guggisberg. Er macht aber auch auf die Finanzen der Gemeinde aufmerksam. Noch sei unklar, wie sich die Coronakrise auf den Steuereingang auswirke. «Die Lage ist zurzeit sehr ungewiss. Das macht es schwierig in die Zukunft zu planen.»