Subingen
Erfolg an der Geografie-Olympiade für Solothurner Kantischüler

Der Kantonsschüler Timon Winistörfer aus Subingen holte sich an der Geografie-Olympiade eine Bronzemedaille.

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Timon Winistörfer holt die Bronzemedaille an der Geografie-Olympiade

Timon Winistörfer holt die Bronzemedaille an der Geografie-Olympiade

zvg

Vom 11. bis 16. August fand die Internationale Geografie-Olympiade statt. Junge Talente aus 46 Ländern planten Istanbuler Stadtviertel, beschrieben die Bedeutung des Suezkanals und diskutierten über den Klimawandel. Auch vier Schweizerinnen und Schweizer traten mit Erfolg am virtuellen Wettbewerb an.

Darunter befand sich Timon Winistörfer aus Subingen. Der Kantonsschüler gewann eine Bronzemedaille wie auch die weiteren Schweizer Teilnehmerinnen Aline Quinche, Gymnasium Burgdorf und Laurence Kamber, Kantonsschule Aarau.

Wegen der Pandemie: Tessin statt Türkei

Eigentlich hätte die Geografie-Olympiade in Istanbul durchgeführt werden sollen, doch aufgrund der Pandemie mussten die Jugendlichen die Welt von zuhause aus erforschen. «Ich bin beeindruckt und stolz auf unsere vier Schülerinnen und Schüler, dass sie unter diesen schwierigen Bedingungen eine solche Topleistung abrufen konnten», sagt Teamleiter Yannik Friedli.

Das Schweizer Team verbrachten die Woche einer alten Villa in Minusio (TI), um gemeinsam am virtuellen Wettbewerb teilzunehmen. Die Teilnehmenden bedauern, dass sie nicht nach Istanbul reisen und die anderen Jugendlichen treffen konnten. «Trotzdem hatten wir im Tessin eine sehr gute Zeit», erzählt Timon. «Unsere Teamleiter haben türkisch gekocht. Das war super!»

Von Vogelperspektive bis Vermeer

Statt der üblichen Feldarbeit vor Ort mussten die Teilnehmenden in den Prüfungen Karten, Luftaufnahmen und Grafiken analysieren. Beispielsweise erstellten sie anhand eines Satellitenbilds einen Zonennutzungsplan für ein Quartier in Istanbul. Andere Aufgaben handelten zum Beispiel vom Suezkanal oder von der Darstellung eines Geografen im Kunstwerk von Jan Vermeer. Die Prüfungen sind so interdisziplinär und vielfältig wie das Fach selbst, was Timon sehr zu schätzen weiss: «Die Abwechslung zwischen exakter Wissenschaft und spekulativeren Teilen finde ich sehr spannend.»

Vielseitig sind auch die Zukunftspläne der Jugendlichen. Während Laurence bereits ihr Studium der Umweltwissenschaften an der ETH Zürich plant, kann sich Léonard, der vierte Teilnehmer für die Schweiz, noch nicht zwischen Jura und Pharmazie entscheiden. Für Timon und Aline geht es nach der Matura voraussichtlich mit einem Zwischenjahr weiter, wie sie erzählen.

Die Herausforderungen der Zukunft

Neben den Prüfungen konnte das Schweizer Team Ausflüge an den Lago Maggiore, ins Verzascatal oder ans Filmfestival in Locarno geniessen. Eine Gelegenheit, mit Teilnehmenden aus anderen Ländern zu diskutieren, hatten sie im Rahmen des Poster-Wettbewerbs. Bereits im Vorfeld der Geografie-Olympiade erhielten alle Teams den Auftrag, ein Poster zum Umgang ihres Landes mit der globalen Erwärmung zu erstellen.

Die Poster wurden dann in Videoanrufen präsentiert. Die Jugendlichen betonen die Relevanz ihres Lieblingsfachs für die Herausforderungen der Zukunft. Laurence meint: «In Sachen Klimawandel hat die Geografie eine grosse Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und gute Kommunikation zwischen Wissenschaft und Gesellschaft kann einiges bewegen.»

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