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CVP Subingen zeigt sich irritiert über die Wahlwerbung, die die SP verschickt

Als «irreführend» bezeichnet die CVP Subingen die Post, die von der SP an zahlreiche Einwohnerinnen und Einwohner verschickt wurde. Das Briefcouvert, das die SP benutzte, sehe ähnlich aus, wie das offizielle Couvert der Einwohnergemeinde. «Das haben wir vor vier Jahren auch schon so gemacht», kontert die SP.

Rahel Meier
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Das Couvert der SP Subingen.

Das Couvert der SP Subingen.

zvg
Das offizielle Couvert der Gemeinde.

Das offizielle Couvert der Gemeinde.

zvg

«Fairer Wahlkampf – so nicht liebe SP!», schreibt die CVP Subingen in einer Medienmitteilung. Am 25. April werde in Subingen der Gemeinderat für die nächsten vier Jahre gewählt. Für einen möglichen Wahlerfolg sei die SP Subingen bereit, zu irreführenden Mitteln zu greifen, um die Stimmbürger hinters Licht zu führen, ist weiter zu lesen.

Ähnlichkeit mit dem offiziellen Couvert der Einwohnergemeinde

Die CVP ist sich sicher: «Viele Subingerinnen und Subinger dürften irritiert gewesen sein: Die Couverts, welche am Mittwoch in zahlreiche Briefkästen flatterten, machen den Eindruck, es handle sich um amtliche Post.» Das Wappentier, umrandet von Himmel und Stern lassen vermuten, dass der Inhalt von der Einwohnergemeinde selbst stammt, schreibt die CVP.

Wer den Brief öffnete habe dann gesehen, dass der Absender die «SP Subingen» sei, deren Lettern rot im Briefkopf prangen. «Davon ist aber auf der Verpackung nichts zu sehen – stattdessen bedient man sich am Auftritt der Gemeinde und trickst so den mündigen Stimmbürger aus».

Die CVP zeigt sich sehr irritiert und enttäuscht über «die irreführenden Tricks der linken Ratskolleginnen und Ratskollegen». Für den 25. April wünscht sich die Kraft aus der Mitte nun einen konstruktiven Schlussspurt, wie es sich für die Zusammenarbeit der Parteien in Subingen gehöre.

«Vor vier Jahren war das kein Thema»

Irritiert zeigt sich auch die Gegenseite: «Wir haben diese Couverts bereits vor vier Jahren für unsere Wahlpost benutzt», meint SP-Parteipräsident Stephan Guggisberg. «Das hat niemanden gestört».

Kein Copyright, aber...

Idee von Hans Ruedi Ingold

Hans Ruedi Ingold (Gemeindepräsident Subingen und SP-Mitglied) hat vor vielen Jahren die Idee mit dem Wappenstier, dem Stern und dem Himmel in der Gemeinde eingebracht und daraus entwickelte sich das offizielle Briefpapier der Gemeinde Subingen. «Dafür gibt es kein Copyright», erklärt er. Die Idee war es, ein modernes Logo für die Gemeinde zu kreieren, das man wiedererkenne.

Ein Wappen sei Allgemeingut. Das Couvert der SP sei zudem mit einer anderen Schrift bedruckt und mit dem Wahlslogan der SP: «Mir für euch - dir für üs» versehen. «Ich verstehe den Aufstand nicht,» so Ingold. (rm)

Im Couvert der SP lag ein Wahlaufruf, der klar als Aufruf der SP deklariert war, dass man wählen gehen sollte. «Das machen wir immer so, rund eine Woche vor den Wahlen"», erklärt Guggisberg. Dem Couvert lag zudem ein Bierdeckel bei: «Denn wir hoffen ja, dass wir bald wieder mit unseren Wählerinnen und Wählern anstossen können».

«Die SVP braucht das Schweizer Kreuz»

«Die SVP hat das Schweizer Kreuz in ihrem Logo. Das ist auch ein Symbol, das man kennt». Es sei nicht illegal, den Subinger Stier zu nutzen. Das Wappen sei nicht geschützt.

«Es geht ja um die Wahlen in Subingen. Da können wir schlecht ein Couvert mit dem Deitinger Wappen verschicken»,

meint Stephan Guggisberg lakonisch.

Zudem stehe nirgends auf dem Couvert das Wort «Einwohnergemeinde» und auch «Subingen» sei in Mundart geschrieben: «üses Subige». «Da sollte man eigentlich schon merken, dass es keine offizielle Post der Gemeinde ist».