Subingen
Auch 750+1 kann nicht stattfinden – jetzt wird das Dorffest definitiv abgesagt

Die Feierlichkeiten zum 750-Jahr-Jubiläum der Gemeinde Subingen müssen definitiv abgesagt werden. Der Anlass hätte bereits letztes Jahr stattfinden sollen und wurde um ein Jahr verschoben.

Rahel Meier
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Die Jubiläumsfeierlichkeiten hätten rund um das Mehrzweckgebäude stattgefunden.

Die Jubiläumsfeierlichkeiten hätten rund um das Mehrzweckgebäude stattgefunden.

Hanspeter Bärtschi

«Das OK 750 Jahre Subingen hat aufgrund der bestehenden behördlichen Einschränkungen schweren Herzens beschliessen müssen, dass die geplanten Anlässe zur 750 Jahr-Feier vom 3. bis 6. Juni auch in diesem Jahr nicht durchgeführt werden können», schreibt das Organisationskomitee in einer Medienmitteilung.

Das OK habe sämtliche Varianten geprüft. Schnell sei klar geworden, dass die Durchführung mit den geltenden Massnahmen und der herrschenden Unsicherheit aus logistischen Gründen keinen Sinn ergebe. Eine weitere Verschiebung um ein Jahr wäre, so schreibt das OK weiter, auch aufgrund der Unsicherheit in Bezug auf die weitere Entwicklung der epidemiologischen Lage und der Unkenntnis, ob und welche Schutzmassnahmen im nächsten Jahr noch Gültigkeit haben werden, nicht zielführend.

So lange wie möglich zugewartet

«Wir haben so lange wie möglich mit dem Entschied gewartet,» erklärt OK-Präsident Michael Kummli. Schon seit Längerem sei klar gewesen, dass die Zivilschutzorganisation nicht wie geplant mithelfen könne, weil sie zurzeit ausschliesslich mit Covideinsätzen beschäftigt ist. «Wir arbeiten alle ehrenamtlich und obwohl unsere Vereine viel Erfahrung mit dem Aufbau grösserer Feste haben, wäre das zu viel geworden», so Kummli weiter. Man habe deshalb versucht wenigstens ein Fest in kleinem Rahmen zu organisieren. «Aber auch das hat sich in der Zwischenzeit zerschlagen.»

Schutzkonzept für mehrere Anlässe

Grossanlässe können zurzeit eh keine stattfinden. Trotzdem spricht Kummli auch eine weitere Problematik an. Nämlich die Tatsache, dass während des Dorffestes, diverse eigene Festlichkeiten stattgefunden hätten. «Wir hätten für den Umzug mit tausend Personen, die Schlagernacht mit gegen 1000 Personen oder die Klassenzusammenkunft mit gegen 1000 Personen jeweils ein eigenes Schutzkonzept erarbeiten müssen. » Auch der Sporttag der Schule und die Seniorenfahrt waren ins Jubiläum eingebunden gewesen.

Ein Fest für alle: Vom Kindergärteler bis zum 90-Jährigen

«Es sollte ein Fest für das ganze Dorf und alle Einwohnerinnen und Einwohner und Heimweh-Subinger werden.» Tatsächlich habe man das auch erreicht. Sämtliche Vereine hatten ihre Mitarbeite zugesagt. Auch die Schule freute sich und die Gewerbebetriebe im Dorf hätten ebenfalls mitgeholfen. «Die Unterstützung von allen Seiten her war riesig. Gerade darum tut mir die Absage doppelt weh.»

Den meisten sei schon länger klar gewesen, dass das Fest nicht stattfinden könne. Die Reaktionen waren denn auch deutlich. «Alle finden den Entschied richtig, obwohl ihn die meisten trotzdem sehr bedauern.»

Gekaufte Tickets können zurückgegeben werden

Spenden sind möglich

Sämtliche Tickets für die Schlagernacht und das Kinderkonzert, welche im Voraus erworben wurden, werden zurückerstattet. Auch die Beiträge für die Klassenzusammenkunft werden erstattet. Hier besteht laut Mitteilung des OK die Möglichkeit, den Betrag an die Caritas zu spenden. Das Geld fliesst an Menschen in der Schweiz, welche stark durch Corona betroffen sind: Überbrückungshilfen, Beratungsangebot und Caritas-Markt.

Das Ok hofft zudem, dass zumindest die Eröffnung des Geschichtsweges sowie die Einweihung des neu sanierten und erweiterten Schulhauses sowie der neuen Dreifachturnhalle in einem würdigen Rahmen stattfinden können. Dieser Entscheid werde jedoch aus bekannten Gründen kurzfristig getroffen. (mgt)

Viel Arbeit investiert

Schade sei es auch für das OK, das drei Jahre lang ehrenamtlich gearbeitet und vorbereitet habe. «Wir hätten ein Sitzungsgeld zugute gehabt, aber wir haben von Anfang an gesagt, dass wir das nicht wollen. In den Vereinen bekommen sie auch kein Geld, für die Arbeit», so Kummli.

Ebenso bedauert Kummli es, dass gerade die Betriebe, die dringend Arbeit brauchen wie Schausteller, Beschaller, Getränke- und Essenslieferanten nun wieder einen Auftrag weniger haben. «Auch hier ist das Verständnis gross.» Auch die Künstler, die für die Schlagernacht gebucht waren, hätten sich verständnisvoll gezeigt. Es sehe sogar so aus, dass das OK bei den teuren Infrastrukturverträgen «nahezu kostenneutral» davonkomme. Immerhin gehe es dabei auch um Steuergelder, die im Rahmen eines Kredites für das Jubiläumsfest gesprochen worden waren.

Offizieller Dank

Abschliessende Worte des OK

«Das OK 750 Jahre Subingen bedankt sich herzlich bei allen Involvierten, den Helferinnen und Helfern, sämtlichen Dorfvereinen, der Schule, den Sponsorinnen und Sponsoren, den Lieferanten und Künstlern sowie den angemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihr Engagement, für ihre Unterstützung und für ihr Vertrauen.» (mgt)