«An einem Turnfest kommt es ab und zu vor, dass eine Zehn gegeben wird. Aber an einer Schweizermeisterschaft ist das sehr selten.» Philipp Mann, Präsident des Turnvereins Langendorf, freut sich sehr über die aussergewöhnliche Leistung seiner Turner. Mit der Höchstnote 10 holte sich der Turnverein zum 8. Mal den Schweizermeistertitel in der Kleinfeldgymnastik.

Zum letzten Mal stand man 2009 zuoberst auf dem Treppchen. Seit 1997 klassierten sich die Langendörfer aber immer unter den ersten drei. In der Vorrunde lag Langendorf noch auf Platz 2 hinter dem TV Stein, der schliesslich nur den 3. Platz belegte.

Der STV Langendorf war übrigens mit 16 Turnerinnen und Turnern eine der grössten Mannschaften. Nur gerade ein Verein trat mit mehr Turnern an, die meisten turnten mit 10 oder 12 Personen. «Bei uns ist zudem speziell, dass viele Männer mitturnen. Das gibt ein anderes Bild während der Vorführung.»

Weitere gute Resultate

Was Mann zusätzlich freut ist, dass sich der STV Langendorf auch in den anderen Disziplinen, in denen der Verein antrat, unter den ersten zehn klassierte. «Das haben wir zum ersten Mal geschafft.»

An den Schaukelringen landete Langendorf auf Rang 8 mit der Note 9.27. Für den Final hätte es eine 9.39 gebraucht. Auch knapp verpasst wurde der Finaleinzug in der Gymnastik Bühne, wo am Schluss der 7. Platz (bei 35 Mannschaften) resultierte. Platz 7 belegte Langendorf übrigens punktgleich mit Giubiasco-Sementina. Beide Mannschaften erreichten die Note 9,49 – für die Finalteilnahme war aber 9.51 nötig.

Breitensport auf hohem Niveau

Die Langendörfer mischen seit Jahren an der Spitze im Vereinsturnen mit. Dementsprechend oft wird auch trainiert. Bis zu vier Mal pro Woche sind die Turnerinnen und Turner im Training. Vor einer Schweizermeisterschaft werden zusätzlich ganze Trainingstage eingeschaltet. Die Schweizermeister sind übrigens zwischen 16 und knapp über 30 Jahren alt. «Wir machen zwar noch Breitensport, aber auf einem hohen Niveau», so Mann. (rm/mgt)