Deitingen
Stromleitung wird nun doch neu geführt

Die Hochspannungsleitung zwischen Kerzers und Rupperswil wird ersetzt. Die geplante Führung der Linie über Deitingen wurde nicht begrüsst. Nun wurde sie überarbeitet – und vom Gemeinderat erfreut zur Kenntnis genommen.

Rahel Meier
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Die Linienführung der Hochspannungsleitung wird angepasst.

Die Linienführung der Hochspannungsleitung wird angepasst.

Urs Byland

Die Hochspannungsleitung zwischen Kerzers und Rupperswil ist ein wichtiges Verbindungselement zwischen den Bahnregionen im Osten und in der Westschweiz. Sie muss aber ersetzt werden. Die neue Leitung soll grösstenteils dem Verlauf der heutigen Leitung folgen. Dabei können Siedlungen, die in den letzten 90 Jahren entstanden sind, grösstenteils umgangen werden.

Aus technischen Gründen kann die Leitung aber nicht unterirdisch geführt oder verkabelt werden. Die Leitung führt auch über Gemeindegebiet von Deitingen, deshalb musste der Gemeinderat dazu Stellung nehmen. Tatsächlich fand die ursprüngliche Führung der Leitung in Deitingen und auch bei den kantonalen Behörden keine Zustimmung. Der Kanton Solothurn hat deshalb eine Alternativvariante geprüft, die nun auch vom Ingenieurbüro übernommen wurde, das das Projekt betreut.

Bevölkerung wird geschont

Um das Waldgebiet westlich der Justizvollzugsanstalt (JVA) nicht zu tangieren, bedingt die vorgeschlagene Linienführung im Bereich des Besucherparkplatzes der JVA den Bau eines 44 Meter hohen Mastes. Im weiteren Verlauf kann die zweite bestehende Swissgrid-Hochspannungsleitung westlich des Rastplatzes Deitingen Nord mit einem Mast unter Verwendung eines Spezialauslegers unterquert werden. Anschliessend folgt das Trassee der Aare, bis es sich wieder mit dem SBB-Trassee verbindet.

Der Gemeinderat Deitingen nahm an seiner letzten Sitzung erfreut zur Kenntnis, dass mit der nun vorgeschlagenen Linienführung das Siedlungsgebiet umgangen und die Bevölkerung geschont und entlastet wird. Ebenso werde die Landschaft geschont und die Behinderungen der Bewirtschaftung der Landwirtschaftsfläche reduziert. Dadurch dass die beiden Hochspannungsleitungen parallel geführt werden, werde die Landschaft gesamthaft aufgewertet. Von der Linienführung betroffen ist auch die Nachbargemeinde Flumenthal.
Investitionsstopp?

Der Gemeinderat hat in einer ersten Lesung über das Investitionsprogramm 2019 bis 2023 beraten und es provisorisch zur Kenntnis genommen. In Deitingen wird grundsätzlich in den nächsten Jahren nur das allernötigste investiert. Der Gemeinderat überlegt sich sogar, einen Investitionsstopp für ein Jahr vorzuschlagen. Laut Gemeindepräsident Bruno Eberhard hat der Gemeinderat diverse Abklärungsaufträge, vor allem in den Bereichen Bau und Bildung, veranlasst. Wenn die Resultate dieser Abklärungen vorliegen, wird sich der Gemeinderat ein weiteres Mal mit den Investitionen beschäftigen. Wichtig sei auch, was der Kanton für einen Entscheid in Sachen künftige Strassenfinanzierung treffe, so Eberhard.

Nachdem es diverse Unstimmigkeiten mit dem TSVD Unihockey gab, wurde es dem Verein vor etwas mehr als einem Jahr verboten, gesellschaftliche Anlässe in der Mehrzweckanlage durchzuführen. Seither habe sich die Zusammenarbeit und die Kommunikation stark verbessert und der Verein hat sich zu einem Vorbildverein gemausert. Der Gemeinderat hat die Sanktionen deshalb aufgehoben.

Weiter hat der Gemeinderat zur Kenntnis genommen, dass Deitingen laut Strategie der Gemeinschaftsantenne Weissenstein (GAW) im Jahr 2022 mit einem Glasfasernetz erschlossen werden soll. Zudem wurde der Vertrag mit Inva Mobil für die Jahre 2019 bis 2022 verlängert. Deitingen zahlt jährlich einen Beitrag von rund 800 Franken, je nachdem, wie häufig das Angebot benutzt wird. Laut Auskunft von Gemeindepräsident Bruno Eberhard war das dieses Jahr noch nie der Fall. Ebenfalls nicht nachgefragt wurde heuer nach einem Stipendium. Die Gemeinde richtet solche aus, wenn auch der Kanton Stipendien gewährt.