Graustromabgabe
«Strom würde teurer werden» – Stahl Gerlafingen wehrt sich gegen Abgabe

Eine Parlamentarische Initiative von Martin Bäumle (GLP) fordert eine Lenkungsabgabe auf Strom aus nicht erneuerbaren Energien. Die Stahl Gerlafingen wehrt sich dagegen mit einem Brief an die Nationalräte der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie.

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Das Stahlwerk Gerlafingen wehrt sich gegen eine Graustromabgabe

Das Stahlwerk Gerlafingen wehrt sich gegen eine Graustromabgabe

Solothurner Zeitung

In einem Brief an alle Nationalräte der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie (Urek) wehrt sich das Stahlwerk Gerlafingen gegen die Einführung einer Graustromabgabe (Energie unbekannter Herkunft).

Die Urek behandelt am kommenden Montag eine Parlamentarische Initiative von Martin Bäumle (GLP). Darin fordert er eine Lenkungsabgabe auf Strom aus nichterneuerbaren Energien. Die Abgabe soll zu einer besseren Abbildung der wahren Kosten von Graustrom führen und die erneuerbaren Energien wie insbesondere die Wasserkraft konkurrenzfähiger machen.

Trotz der in Aussicht gestellten Teilentlastung für energieintensive Unternehmen würde der Strom unter dem Strich teurer werden, erwidert Stahlwerk-Chef Daniel Aebli. «Unsere Konkurrenzfähigkeit würde abnehmen.» Alle Mitbewerber produzierten im nahen Ausland, wo solche Abgaben nicht bezahlt werden müssen.

«Die Graustromabgabe ist ein weiterer hausgemachter Standortnachteil neben den höheren Kosten für Arbeit, Stromnetze und Transporte», schreibt Aebli im Brief.

Es sei unsinnig, die Wasserkraft auf Kosten von industriellen Arbeitsplätzen zu subventionieren und sogar noch den Import von mit Graustrom produziertem Stahl zu fördern. (FS)

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