Raubtierpark

Stricklers Investoren könnten die Siky Ranch retten

Plan B, wenn es mit dem Kauf der halben Parzelle nicht klappt: René Strickler würde seine Raubtiere gerne in die Siky Ranch in Crémines umsiedeln. (Archiv)

Plan B, wenn es mit dem Kauf der halben Parzelle nicht klappt: René Strickler würde seine Raubtiere gerne in die Siky Ranch in Crémines umsiedeln. (Archiv)

Es sieht danach aus, dass die Parzelle in Subingen, auf welcher René Stricklers Raubtierpark steht, nicht aufgeteilt wird. Deshalb wäre ein Umzug zur Siky Ranch wahrscheinlicher. Das könnte die Ranch retten. Aber auch dort gibt es Hürden.

Die Raubtierpark Subingen AG möchte die Hälfte der Parzelle in Subingen kaufen. Doch offenbar sie sind diese auch gewillt, einen Plan B zu finanzieren, wenn es mit dem Landkauf in Subingen nicht klappt, nämlich den Umzug zur Siky Ranch in Crémines – inklusive deren Ausbau. Und danach sieht es derzeit aus. Denn die Landbesitzerin Espace Real Estate kann sich eine Aufteilung des Grundstücks nicht vorstellen. 

Werner Ballmer über die Pläne des Raubtierparks Subingen

Werner Ballmer über die Pläne des Raubtierparks Subingen

Werner Ballmer erkärt die Pläne des Raubtierparks entweder die Landparzelle in Subingen zu kaufen oder aber mit der Siky Ranch in Crémines zusammenzuspannen.

Dann vielleicht doch Crémines? Dort, im kleinen Zoo nur wenige Meter hinter Gänsbrunnen und der bernisch-solothurnischen Kantonsgrenze, bestätigt Arnaud Schrameck vom Verein «Les Amis du Siky Ranch» Gespräche mit der Absicht einer Fusion. Denn der Siky Ranch geht es finanziell schlecht. Zusammen mit der Raubtierpark Subingen AG könnten in Crémines «bedeutende Investitionen vorgenommen werden», die die Rettung der Siky Ranch gewährleisten könne.

Bis 2014 waren unter dem vorherigen Besitzer noch Löwen und weisse Tiger in kleinen Käfigen untergebracht.

Christophe Keller solle mit seinen Tieren auch im neuen Park bleiben, betont Werner Ballmer von der Raubtierpark Subingen AG. Gegenwärtig würden, so Ballmer, mit Spezialisten wie Zoo-Architekten die Details des definitiven Masterplans erarbeitet, woraus sich dann auch der entsprechende Layout mit den dazu gehörigen Flächen ergibt.

Heute ist Christophe Kellers Falknerei die Hauptattraktion in der Siky Ranch bei Gänsbrunnen.

Heute ist Christophe Kellers Falknerei die Hauptattraktion in der Siky Ranch bei Gänsbrunnen.

Neue Hürden in Crémines?

Hürden gibt aber auch in Crémines: Es müsste Land eingezont werden, wenn sich der Park über die bestehende Fläche ausbreiten will. Doch das Land, das benötigt wird, ist nicht eingezont. «Es haben intensive Gespräche mit der Gemeinde Crémines und dem Kanton Bern stattgefunden», sagt Ballmer. Zu den Fragen der Raumplanung will er derzeit noch keine Stellung nehmen, hält aber fest: «Im Gegensatz zu allen anderen Bemühungen in der Schweiz einen neuen Standort zu realisieren, ist in Crémines die Zonenfrage zeitnah lösbar.»

Carole Ristori ist Gemeindepräsidentin von Crémines. Sie würde sich nicht zuletzt eine Belebung der Besucherzahl und damit auch positive Effekte für den Weissensteintunnel erhoffen. Ristori bestätigt, dass ein Ausbau nicht ganz einfach ist, schliesslich gebe es auch eine Schutzzone in der Nähe. Eine Einzonung sei aber nicht nur Sache der Gemeinde, sondern letztlich des Kantons Bern. Dort, beim Amt für Gemeinden und Raumordnung, heisst es derzeit: «Wir haben kein von einer Gemeinde eingereichtes Geschäft oder eine Voranfrage zu einer Einzonung.»

Klappt es in Crémines nicht, hat Werner Ballmer noch weitere Pläne im Kopf. «Wir haben in den vergangenen Monaten acht Standorte genauer evaluiert. Es ist nicht einfach, die richtige Zone zu finden.» Als weitere Möglichkeiten gäbe es einen Park in der Ostschweiz sowie einen Vogelpark in Norddeutschland. «Es muss ja eine Infrastruktur vorhanden sein und die Lösung müsste kurzfristig realisierbar sein», so Ballmer.

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