Lüsslingen-Nennigkofen
Strausak Holzbau will siedeln – Gemeinde wehrt sich gegen Fahrplan 2018

Der Gemeinderat Lüsslingen-Nennigkofen behandelte den Gestaltungsplan für die Parzelle GB 57 im Gewerbegebiet Holen.

Gundi Klemm
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Hier will Strausak bauen. (Archiv)

Hier will Strausak bauen. (Archiv)

Hanspeter Bärtschi

In Gegenwart von 5 interessierten Einwohnern und Bauverwalter Kuno Eberhard stellt Planer Alain Kunz den Gestaltungsplan für das 5500 Quadratmeter grosse Grundstück im Lüsslinger Gewerbegebiet vor. Zwischen Holen- und Gewerbestrasse will die bis jetzt in Biberist beheimatete Firma Strausak AG, Anbieter von Holzprodukten, Zimmerei- und Schreinereierzeugnissen, möglichst bald ihren neuen Geschäftssitz eröffnen.

In einer ersten Etappe soll hier eine Halle mit einer Grundfläche von rund 25 auf 46 Metern und einer Höhe von 11 Metern entstehen. Wegen einer inwendigen Krananlage ist statt Pult- oder Flachdach ein Satteldach mit 10-prozentiger Dachneigung vorgesehen. Auf einem zweiten Baufeld könnte in einer späteren Etappe ein weiteres Gebäude entstehen, das aber noch nicht definitiv geplant ist. Umgeben ist die künftige Halle von einer versiegelten und teilweise einer unversiegelten Verkehrsfläche, 21 seitlichen Parkplätzen, 5 davon durch einen Carport gedeckt und von einem Grünbereich mit Bäumen.

Im ersten Gebäude sind – abweichend von den Zonenvorschriften – zwei Wohnungen vorgesehen, die für den Hauswart und auch als Büros benutzbar wären. Die Unterschreitung der Gebäudeabstände zu Nachbargrundstücken und Durchfahrtsrechte sollen mit Dienstbarkeitsverträgen geregelt werden. Am neuen Standort wird mit etwa 30 Mitarbeitenden, durchschnittlich 42 Autofahrten und einer Lastwagenfahrt täglich zu rechnen sein. Alain Kunz erläuterte Punkte der Sonderbauvorschriften, wie sie eine mögliche Photovoltaikanlage, den Anschluss an eine Löschwassererschliessung und die Versickerungspflicht betreffen.

Der Bauverwalter machte darauf aufmerksam, dass Wünsche seitens der Gemeinde als bisheriger Parzelleneigentümerin im Kaufvertrag geregelt werden könnten. Noch offene Fragen sollen zwischen Bauherrschaft und Gemeinde in den nächsten Tagen an einer Zusammenkunft diskutiert werden, bevor der Gemeinderat Anfang Juli den Gestaltungsplan verabschiedet.

Einsprache gegen Fahrplan 2018

Nicht einverstanden ist der Rat mit dem angekündigten Kurswechsel im Busbetrieb von und nach Solothurn, vom dem vor allem 30 Oberstufenschüler betroffen sind. Laut Gemeinderat Rolf Iseli ist der Sammelbus zugunsten des Regelkurses gestrichen. Geänderte Abfahrtszeiten sowie Umsteigen verunmöglichen den Jugendlichen, mittags zu Hause zu essen.

Der Gemeinderat will sich mit einer Einsprache gegen den Fahrplan 2018 zur Wehr setzen. Nachdem der Kaufvertrag für die neue Asylunterkunft unterschrieben ist, geht es um den Badumbau in der oberen Wohnung. Der Rat beschloss, diese Arbeiten an einen Sanitärbetrieb zu übergeben, der eine Komplettlösung anbietet. Der bisher fürs Asylwesen genutzte Container soll gratis abgegeben werden.

Rolf Iseli stellte die Umgestaltung des Radwegs von Lüsslingen Richtung Solothurn vor, an der die Gemeinde 21'000 Franken trägt. Beteiligt ist auch Biberist, das mit 112'000 Franken für seinen grösseren Geländeanteil zur Kasse gebeten wird. Der Gemeinderat verabredete eine positive Stellungnahme.