«Wir haben Verständnis, dass der Dorfplatz heuer für den motorisierten Individualverkehr (MIV) und die Busse geöffnet wurde, weil das Umleiten durch das Quartier wegen der Baustelle in Gerlafingen und der Strasse, die nur in einer Richtung befahrbar ist, nur schlecht möglich war», erklärt Gemeindepräsident Simon Wiedmer auf Anfrage. Es sei aber so, dass das Amt für Verkehr und Tiefbau und die Polizei angekündigt haben, dass der Dorfplatz auch künftig während der Kilbi Mitte August für den MIV geöffnet bleiben soll.

Damit wird die Krebskilbi sozusagen in zwei Teile zerrissen. Das «Pisoni» mit dem grossen Platz hinter dem Haus und die Angebote rund herum werden vom Rest der Kilbi entlang der Halten- und der Oekingenstrasse abgeschnitten. Die Besucher seien deshalb eher an einem Ort sitzen geblieben und weniger über die ganze Kilbi zirkuliert. «Weil es keinen Verkehrsdienst für die Fussgänger gab, wussten die Besucher teilweise auch gar nicht, wo sie durchlaufen sollen und querten die Strasse dann irgendwo», meint Wiedmer weiter.

Gemeinderat will kämpfen

Für den Gemeinderat Kriegstetten ist klar, dass der Dorfplatz an der nächsten Krebskilbi wieder für den Verkehr gesperrt werden soll und dafür wollen die Gemeinderäte kämpfen. Kriegstetten plant einen Vorstoss auf politischer Ebene. Notfalls werde man versuchen, die Sperrung auf juristischem Weg zu erkämpfen. «Die Krebskilbi ist ein jahrhundertealtes Volksgut. Es kann nicht sein, dass die Kilbikommission nun plötzlich einen neuen Ort für die Durchführung suchen muss.» Und er meinte weiter, dass man für den slowUp die Strassen im Bucheggberg ja auch einen ganzen Tag sperren könne. Der Dorfplatz in Kriegstetten sei zudem nur am Samstagabend, am Sonntag und am Montagabend für den Verkehr gesperrt. Samstags und montags sei die Durchfahrt tagsüber problemlos möglich.