Oberdorf
Strassenbeleuchtung bleibt wochentags abgeschaltet

Nach einer Probephase ohne Licht von 1 bis 5 Uhr nachts hat die Gemeindeversammlung beschlossen, es auch künftig so zu handhaben.

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In Oberdorf brennen nachts während einigen Stunden keine Strassenlampen mehr. (Archiv)

In Oberdorf brennen nachts während einigen Stunden keine Strassenlampen mehr. (Archiv)

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Ein Jahr lang wurde die Strassenbeleuchtung in Oberdorf probehalber nachts von 1 bis 5 Uhr abgeschaltet. Nach diesem Probejahr konnte festgestellt werden, dass es – obwohl dies befürchtet wurde – nicht mehr Delikte oder Notfälle gab. Beim Stromverbrauch wurden 22 5000 kWh (25 Prozent) eingespart, was 3240 Franken entspricht. Die Energie Wende Kommission Oberdorf hat deshalb empfohlen, das Licht auch künftig nachts auszuschalten. Die Beleuchtung soll allerdings von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag eingeschaltet bleiben.

Ebenso hat der Gemeinderat die Kompetenz, die Lichter bei bewilligten Anlässen, wie etwa Chilbi oder Fasnacht, ebenfalls eingeschaltet zu lassen. Damit soll dem Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung Rechnung getragen werden. Langfristig sollen die Strassenleuchten in Oberdorf auf LED umgerüstet werden. Wenn dieser Prozess abgeschlossen ist, sollen die Lichter nachts nur noch gedimmt werden.

An der Gemeindeversammlung wurde mit einer grossen Mehrheit gegen 8 Stimmen auf das Geschäft eingetreten. Ein Antrag, das Licht immer anzuschalten wurde mit 59:15 Stimmen abgelehnt und der Antrag von Kommission und Gemeinderat danach mit einer grossen Mehrheit genehmigt.

Rechtsstreit beigelegt

Der Souverän stimmte auch der Übernahme des Wildbachweges zu. Dieser ist heute offiziell eine Erschliessungsstrasse und wird von der Gemeinde unterhalten, ist aber nach wie vor in Privatbesitz. Diese aussergewöhnliche Situation hat sich aus einem Rechtsstreit vor rund 40 Jahren ergeben. Aus diesem Grund erfolgt die Übernahme auch nicht kostenlos und es wurde ein Bruttokredit von 90'000 Franken gesprochen.

Auch die Rechnung 2016, die mit einem Ertragsüberschuss von 307'955 Franken, statt eines Defizites, abschliesst, wurde genehmigt. (rm)

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