Belose
Stimmbürger der Selzacher Nachbargemeinden sollen Schulkreis retten

An der Gemeindeversammlung sprach sich die Gemeindepräsidentin für den Erhalt von Belose aus. Bellach und Lommiswil könnten die Auflösung des Schulkreises verhindern.

Nadine Schmid
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Schulanlage Selzach: Die Gemeindepräsidentin Silvia Spycher will den «erfolgreichen» Schulkreis weiterhin zusammen mit Bellach und Lommiswil führen.

Schulanlage Selzach: Die Gemeindepräsidentin Silvia Spycher will den «erfolgreichen» Schulkreis weiterhin zusammen mit Bellach und Lommiswil führen.

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«Der Zweckverband Schulkreis Belose wurde vor 10 Jahren gegründet. Es lässt sich berechtigt sagen, dass er erfolgreich ist; es ist ein guter Schulkreis», äusserte sich Gemeindepräsidentin Silvia Spycher zum Entscheid von Lommiswil und Bellach den Austritt aus der Belose für ihre Gemeindeversammlungen zu traktandieren. Die Enttäuschung diesbezüglich war spürbar.

Spycher merkte an, dass dies vom Gemeinderat Selzach als eine übereilte Reaktion gesehen wird, und man sich etwas vor den Kopf gestossen fühlt. «Selzach bemüht sich darum, eine Lösung für die Belose zu suchen. Wir sind sicher, dass diese existiert. Es ist zu hoffen, dass die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger von Bellach und Lommiswil ihre Gemeindeversammlung zahlreich besuchen und den Austritt verhindern.» Spycher versprach das Geschäft in der Gemeindeversammlung vom Dezember zu behandeln. Aus Zeitgründen habe es nicht bereits früher gereicht: «Es ist wichtig, dass dieses Geschäft eine sorgfältige Prüfung erhält.»

Fischer dürfen weiterhin grillen

Die vierundfünfzig Stimmberechtigten genehmigten die Rechnung einstimmig. Auch das Reglement zur Benützung von gemeindeeigenen Bauten und Anlagen wurde gutgeheissen. Bei zwei Punkten kam es von Seiten der Bevölkerung zu Anträgen, die beide angenommen wurden: So wurde beschlossen, dass die Turnhalle am Mittwoch vor Auffahrt und vor Fronleichnam nicht bereits um 17 Uhr, sondern wie gewöhnlich erst um 22 Uhr geschlossen werden soll.

Der zweite Antrag betraf das Aareufer am Sängli: Die Regelung des Grillverbots wurde um ein kleines Sätzchen ausgeweitet. So soll es möglich sein, das Grillverbot zu umgehen, wenn man eine Sonderbewilligung beim Gemeindepräsidium einholt. Dies wird vor allem für die traditionellen Fischertage im März so gehandhabt, die bereits seit über dreissig Jahren am Sängli durchgeführt werden. «Wenn jemand eine Sonderbewilligung einholen würde, so wird er das Sängli nicht zugemüllt hinterlassen, sondern Sorge tragen, denn man kann die Schuldigen so zurückverfolgen», lautete ein Votum eines Anwohners.

Das Sängli wurde rege diskutiert und auf die dort herrschende Problematik hingewiesen, für die man sich endlich eine Lösung erhofft. «Alle, die sich dort aufhalten oder dort wohnen, sollten strikt alle Autokennzeichen notieren oder fotografieren und sie bei der Polizei melden», fand ein Anwesender. Die Gemeinde hat hierfür organisiert, dass die Polizei wann immer möglich bei solchen Meldungen sofort ausrückt.

Schulanlagen verbinden

«Ich bin davon überzeugt, dass wir durch die Begegnungszone das Dorf und die Schulanlage noch mehr aufwerten können», gab sich Gemeindepräsidentin Silvia Spycher erfreut. Der allgemeine Tenor der Bevölkerung zum Projekt der Begegnungszone war positiv, es wurden aber viele Klärungsfragen gestellt.

Das Ziel des Projektes ist es, die Schulanlagen auf beiden Strassenseiten besser miteinander zu verbinden. Die Schulhausstrasse solle zwar weiterhin befahrbar sein, aber es wird Einschränkungen geben. Innerhalb eines Abschnitts wird die Begegnungszone eingeführt und damit ein Fahrtempo von 20 Stundenkilometern gelten. Um die Automobilisten zu zwingen, das Tempo einzuhalten, sollen zwei Beleuchtungshindernisse in die Strasse integriert werden.

Die Strasse wird jeweils mindestens 5.20 Meter breit sein und damit auch für den Bus gut befahrbar bleiben. Die Kosten würden rund 300'000 Franken betragen. Da weitere Bauarbeiten dort anstehen, wird die Strasse für einen gewissen Zeitraum gesperrt werden müssen. Unter anderem müsse der gesamte Strassenbelag ausgewechselt werden, wie Bauverwalter Thomas Leimer erklärte.