Subingen

Steuersenkung wird im Gemeinderat zum Thema

Ortsschild Subingen

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Obwohl für 2021 ein Aufwandüberschuss budgetiert ist, sollen die Steuern in Subingen mittelfristig gesenkt werden. Die Fraktionen sind sich einig, dass es an der Zeit ist diesen Schritt zu planen.

In der 1. Lesung des Budgets nahm der Gemeinderat Subingen 80 Änderungen in der Erfolgsrechnung und bei 3 Positionen in der Investitionsrechnung vor. Danach wurde ein Aufwandüberschuss von 560'668 Franken ausgewiesen. Damit wurde die Zielsetzung der Finanzverwaltung – die Minimierung des Aufwandüberschusses auf rund 0,5 Mio. Franken – noch nicht erreicht. Für drei Positionen wurden auf die 2. Lesung hin weitere Abklärungen getroffen, zusätzlich überarbeitete Finanzverwalter Roland Kummli die Steuererträge. Nach kurzen Diskussionen in der 2. Lesung stand dann das neue Ergebnis fest: ein Aufwandüberschuss von 497'668 Franken und damit eine Ziellandung. Die Nettoinvestitionen belaufen sich auf 8,917 Mio. Franken. Darin sind allerdings der Bau der Dreifachhalle, des Vereinpavillons und die Schulhaussanierung mit eingeschlossen. Werden diese Projekte abgezogen, sind es noch Investitionen von 917200 Franken, was laut Kummli vertretbar sei.

«Wir sind etwas ängstlich geworden»

Roland Kummli hat zudem für die 2. Lesung auch den Finanzplan bis ins Jahr 2025 erstellt. Dem Gemeinderat lag eine Variante mit einem Steuerfuss von 128 und eine zweite mit einem Steuerfuss von 125 Punkten vor. Beide Varianten zeigen auf, dass sich die finanzielle Situation ab 2023 wieder stabilisieren wird. Die Fraktionen zeigten sich erfreut über die Aufarbeitung des Finanzplans. «Wir sind überzeugt, dass man in Subingen den Steuerfuss kurz- oder mittel- fristig auf 125 Punkte senken muss», erklärte Urs Ledermann für die FDP-Fraktion. Für das kommende Jahr wolle man aber bei 128 Punkten bleiben. Stephanie Béguelin (SP) schloss sich diesem Votum an. Auch Robin Schmid (CVP) zeigte sich mit dieser Aussage einverstanden. «Schon dieses Jahr zu reduzieren, wäre allerdings nicht seriös.» Michael Kummli (FDP) machte darauf aufmerksam, dass Subingen die laufende Rechnung im Griff habe. «Wir haben viel investiert in den letzten Jahren, das ist richtig.» Man habe aber gleichzeitig auch die Schulden reduziert. Eine Steuersenkung müsse schon mit dem nächsten Budget diskutiert werden. «Wir sind ein bisschen ängstlich geworden. Wir haben aber in den letzten acht Jahren immer besser abgeschlossen, als wir budgetiert hatten.»

OK-Dorffest ist auf Standby

Michael Kummli informierte in der Sitzung auch über das Jubiläumsfest vom kommenden Juni. «Unsere Planung läuft zurzeit nur noch im Stand-by-Modus. Die Situation ist sehr undurchsichtig.» Es gebe Verträge, die bereits unterschrieben seien. Grundsätzlich setze das OK alles daran, dass das Fest mindestens in einer reduzierten Form, allenfalls mit Teilprojekten, durchgeführt werden könne. Noch warte man aber die Entwicklung bis voraussichtlich Januar ab.

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