Budget 2022
Messner Bevölkerung darf sich freuen: Gemeinderat beantragt Steuersenkung um zwei Punkte

Nach der Diskussion des Finanzplanes bis ins Jahr 2026 war klar: Eine weitere Steuersenkung ist für die Gemeinde verkraftbar. Dies ist auch dank eines hohen Eigenkapitals möglich.

Rahel Meier
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Messen verfügt über ein solides Eigenkapital.

Messen verfügt über ein solides Eigenkapital.

Hanspeter Bärtschi

In der ersten Lesung des Budgets 2022 stellte der Gemeinderat Messen erfreut fest, dass dieses zwar einen Aufwandüberschuss vorsieht, dieser aber nur bei 299'500 Franken liegt. Adrian Schluep (Ressort Finanzen) meinte deshalb, dass eine weitere Steuersenkung in Betracht gezogen werden könnte.

In der Sitzung am Donnerstagabend lag nun auch der Finanzplan vor. Alle bekannten Investitionen bis ins Jahr 2026 wurden von Finanzverwalterin Nathalie Lüchinger aufgenommen. Investitionen in das Schwimmbad und ins Leitungsnetz sind finanziell gesehen Schwerpunkte.

Tendenz für die Zukunft

«Der Finanzplan ist bis zu einem gewissen Grad auch ein Blick in die Kristallkugel», meinte Adrian Schluep. Aber Messen verfüge nun über einen Finanzplan, der sorgfältig aufgebaut sei und eine Tendenz für die Zukunft aufzeige.

Messen verfügt zurzeit über ein Eigenkapital von 5,09 Mio. Franken. Bis ins Jahr 2026 nimmt dieses kontinuierlich ab, weil jedes Jahr ein Aufwandüberschuss budgetiert ist. «Das ist aber nicht dramatisch, weil wir auch 2026 die Vorgaben des Kantons immer noch alle erfüllen», so Schluep. Im Finanzplan und auch im Budget 2022 wird mit einem Steuersatz von 116 Prozent gerechnet. Das entspricht einer Senkung von zwei Punkten.

Gebühren müssen wohl überarbeitet werden

Der Finanzplan zeigt auch, dass in den Spezialfinanzierungen Aufwandüberschüsse generiert werden und die Gebühren wohl angepasst werden müssen. Am dringendsten ist es laut Adrian Schluep im Bereich Abfallbeseitigung.

Legislaturziele

Bisherige Arbeit zu Ende führen

Der Gemeinderat unterhielt sich kurz über die Legislaturziele bis 2025. Dazu gehören unter anderem der Abschluss der Ortsplanung; die Neuorganisation der Wasserversorgung; die Digitalisierung der Verwaltung; das Thema schul- und familienergänzende Tagesbetreuung; aber auch der Klimaschutz. Weiter soll die Jubiläumsfeier 800 Jahre Messen vorbereitet und die Finanz- und Immobilienstrategie der Gemeinde weitergeführt werden. Nachdem viele Anlässe wegen der Coronakrise abgesagt werden mussten, soll sich das kulturelle Leben in der Gemeinde wieder im gewohnten Rahmen entwickeln. Das Thema wird nochmals traktandiert. (rm)

Der Gemeinderat stimmte dem Budget und der Steuersenkung einstimmig zu. «Es ist nur ein kleiner Schritt, aber ein gutes Zeichen für die Bevölkerung», meinte Gemeindepräsident Bernhard Jöhr. Adrian Schluep war sich sicher, dass eine Steuersenkung richtig sei und man behalte die Situation im Auge und werde schnell sehen, ob die Situation sich wie gewünscht entwickle.

Andreas Schluep zeigte sich ebenfalls zufrieden: «Das wollte ich ja schon letztes Jahr». Sandra Nussbaumer gab sich geschlagen, wie sie selbst sagte. «Ich bin eher vorsichtig, wenn es um Steuersenkungen geht. Aber ich denke das was jetzt geplant ist, ist tatsächlich verkraftbar.» Diesem Votum schloss sich auch Adrian Grossenbacher an.

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