Gemeindeversammlung
Steuern sinken in Lohn-Ammannsegg um vier Prozent

Die Gemeindeversammlung in Lohn-Ammannsegg folgte dem Antrag des Gemeinderats und senkte die Gemeindesteuer auf 100 Prozent für natürliche Personen. Bei den juristischen Personen bleibt der Steuersatz bei 84 Prozent.

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Die Gemeindesteuern werden gesenkt. (Symbolbild).

Die Gemeindesteuern werden gesenkt. (Symbolbild).

Oliver Menge

Trotz des tieferen Steuersatzes rechnet das neue Budget mit einem praktisch ausgeglichenen Ergebnis. Bei einem Gesamtaufwand von 12'047'000 Franken und einem Gesamtertrag von 12'102'000 Franken ergibt sich ein Ertragsüberschuss von 55‘000 Franken. Dies obwohl sich einige Posten recht stark veränderten. So bezahlt Lohn-Ammannsegg 578'000 Franken mehr an den Finanzausgleich. Dafür sanken die Kosten bei der Bildung um 549‘000 Franken, da der Kanton neu Schülerpauschalen verrechnet.

In der Investitionsrechnung wurden zwei grosse Beträge bewilligt. Für die Wasserversorgung an der alten Bernstrasse sind 125‘000 Franken budgetiert und für Massnahmen zum Generellen Entwässerungsplan ein Rahmenkredit für die Jahre 2016 bis 2020 von 800'000 Franken.

Gemeindepräsident Markus Sieber informierte über die definitive Planung bei der Schulhausstrasse. Nachdem die vorgesehenen gepflästerten Teile kritisiert wurden, werden sie jetzt ganz weggelassen und durch Farbmarkierungen ersetzt. Verschiedene Voten zeigten, dass die abgespeckte Variante nun dem Grossteil der 102 Anwesenden besser gefällt.

Auf die Publikation der Planungszone Neuhüsli sind vier Einsprachen eingegangen. Im zweiten Quartal 2016 findet eine öffentliche Mitwirkung für die Entwicklung dieses Gebiets statt. Das Bauprojekt Wyss ist von der Planungszone nicht betroffen. Die Baueingabe wird im Laufe des Dezembers erwartet.

Praktisch ohne Gegenstimmen genehmigte die Versammlung die überarbeiteten Reglemente über die Wasserversorgung, die Abwasserbeseitigung und zwei Reglemente über Grundeigentümerbeiträge und Gebühren. Einzig bei der Abwasserbeseitigung gibt es eine echte Neuerung. Neben der Verbrauchs- wird auch eine flächenabhängige Grundgebühr erhoben.

Seit Jahren befindet sich die Vertiefung der ehemaligen archimedischen Schraube und das Wasserspiel vor dem Schulhaus in einem maroden Zustand. Werner Pfeuti stellte deshalb den Antrag für einen Ideenwettbewerb, um das Gebiet aufzuwerten. Sein Antrag wurde mit 37 gegen 19 Stimmen mit zahlreichen Enthaltungen angenommen. Bei der Rechnungsgemeindeversammlung im Juni sollen erste Resultate vorliegen.

Markus Sieber dankte abschliessend allen, die sich im Laufe des Jahres in irgendeiner Form für das Dorf eingesetzt haben und wünschte allseits schöne Festtage. (rbl)