Feldbrunnen-St. Niklaus
Steuerfuss von 80 Prozent ist laut der CVP verkraftbar

Die Ortspartei der CVP Feldbrunnen–St. Niklaus wünscht sich, dass die Sorge um Familien mit Kindern und Senioren nicht in den Hintergrund rücken soll. Sie sieht einen Steuersatz von bis 85 Prozent als konkurrenzfähig an.

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Mit dem vorgelegten Budget wird der Steuersatz neu auf 63 Prozent steigen.

Mit dem vorgelegten Budget wird der Steuersatz neu auf 63 Prozent steigen.

Hanspeter Bärtschi

Im Vorfeld der kommenden Budgetgemeindeversammlung traf sich die Ortspartei der CVP Feldbrunnen–St. Niklaus zur Diskussion. Der hervorragende Steuersatz von 60 Prozent lässt sich nicht mehr halten, dessen war man sich in der Runde schnell bewusst. Mit dem neuen Finanzausgleich (NFA) wird die Gemeinde Feldbrunnen höhere Beiträge als in der Vergangenheit bezahlen müssen. An dieser Tatsache lasse sich nichts mehr ändern. Die stufenweise Anpassung des Steuersatzes entsprechend den Anpassungen des NFA über die nächsten fünf Jahre sei darum zwingend.

Mit dem vorgelegten Budget wird der Steuersatz neu auf 63 Prozent steigen. Um den Steuersatz weiterhin tief zu halten, soll in Bereichen gespart werden, welche (auch kumuliert) keine wesentlichen Auswirkungen auf das Jahresergebnis haben. Aber die Signalwirkung an die Bevölkerung ist gross, meint die CVP. Dem Steuersatz sollen Budgetposten zum Opfer fallen, welche die Familien und die ältere Bevölkerung treffen. Die Krankenkassenbeiträge werden pro Monat um 5 Franken gekürzt. Das ergibt eine Budgeterleichterung von 5000 Franken.

Das Budget für die Seniorenreise wird um 3000 Franken gekürzt. Ebenfalls spart die Gemeinde 1000 Franken bei den Seniorenveranstaltungen (Mittagstisch). Auch der 1. August-Dorfanlass wird vom akribischen Streichkonzert nicht verschont. Diese charmanten Veranstaltungen werden nun schleichend abgebaut, so die CVP in einer Pressemitteilung.

Auch wenn diese Ausgaben zum Teil reduziert werden auf jene Beträge, die erfahrungsgemäss in den letzten Jahren ausgegeben worden sind, würden sie doch einen sensiblen Bereich treffen. Wenn weiter so gespart werde, wie budgetiert, bestehe in Zukunft der Charme Feldbrunnens einzig noch in einem relativ tiefen Steuersatz. Familien und die ältere Bevölkerung würden mehr und mehr das Nachsehen haben.

Die CVP sagt dazu: «Bedenklich, wenn in einer Gemeinde der Steuersatz das Mass aller Dinge ist». Die CVP ist der Meinung, dass der sich in den nächsten Jahren abzeichnende Steuersatz von 80 bis 85 Prozent im kantonalen Vergleich nach wie vor konkurrenzfähig ist. Die Wohnqualität und die Sorge um Familien mit Kindern und Senioren dürften aber nicht in den Hintergrund rücken. (mgt)