Finanzverwalterin Annette Feller legte ein Budget mit einem Aufwand von 878'500 Franken vor, das mit einem Minus von 5255 Franken fast ausgeglichen ist. Die an der Budgetversammlung teilnehmenden 10 Prozent der 191-köpfigen Balmer Bevölkerung stimmten allen Anträgen des Gemeinderates – «weil es uns gut geht» – einstimmig zu. Dies betrifft neben der Steueranlage von 100 Prozent für natürliche Personen und 90 Prozent für juristische Personen den Gebührenkatalog für die Spezialfinanzierungen Wasser/Abwasser und Abfall sowie die Gebührenordnung für Dienstleistungsbetriebe. Hunde kosten in Balm unverändert eine Steuer- und Kennzeichengebühr von 105 Franken.

Im Gesamtbereich Finanzen und Steuern erwartet die Gemeinde für 2018 trotz der Steuersenkung um 5 Prozentpunkte 651'000 Franken gegenüber 2017 mit prognostizierten 662'800 Franken. Feller erläuterte die Eckdaten für die Erfolgsrechnung, die in den meisten Positionen fast unverändert gegenüber den Vorjahren bleibt. Etwas günstiger mit 294'000 Franken gegenüber fast 300'000 Franken in der laufenden Periode ist die Bildung. Rund 24 Prozent des Budgets beansprucht die soziale Sicherheit. Wegen ihrer geografischen Lage und der daraus erwachsenden Aufgaben erhält die Gemeinde 96'100 Franken aus dem Finanz-und Lastenausgleich, zahlt aber wegen ihrer guten Steuerkraft 28'200 Franken in den Ressourcenausgleich ein.

«Im grünen Bereich»

Alle Kennzahlen des Budgets sind laut Pascale von Roll «im grünen Bereich», insbesondere der Selbstfinanzierungsgrad mit über 200 Prozent. Dies betrifft auch die geplanten Investitionen, die unter Einbezug der Anschlussgebühren rund 38'000 Franken ausmachen. Die Investitionen umfassen die Instandsetzung Siggernbrücke, die Sanierung des Wasserreservoirs Hinter-Riedholz und die Erneuerung des ARA-Sammelkanals.

Einstimmig unterstützte die Versammlung den durch die Gemeindepräsidentin kommentierten Zusammenarbeitsvertrag im Bereich Integrationsförderung. Neben Balm haben sich die Gemeinden Feldbrunnen-St. Niklaus, Flumenthal, Günsberg, Kammersrohr, Riedholz mit Hubersdorf als Leitgemeinde dahingehend geeinigt, dass die Umsetzung des Modells «start.integration» für aus dem Ausland zuziehende Personen von einer fachlich ausgewiesenen Person umgesetzt wird. In Ergänzung der kantonalen Subventionsbeiträge entrichtet jede beteiligte Gemeinde jährlich 500 Franken an die Aufwendungen der Leitgemeinde. Für alle Integrationsbemühungen in der Asyleinrichtung auf dem Balmberg ist weiterhin der Sozialdienst Mittlerer und Unterer Leberberg (SD MUL) zuständig. Die Versammlung klang mit einem gemütlichen «Chlouse»-Apéro aus.