Nachdem das Budget der laufenden Rechnung noch mit einem Aufwandüberschuss von über 800 000 Franken rechnete, herrscht nun verhaltene Freude. Bei einem Ertrag von fast 14 Millionen Franken wurde es möglich, die normalen Abschreibungen (fast 500 000 Franken) vorzunehmen und zusätzlich 1 Million Franken abzuschreiben. Und dennoch resultiert ein kleiner Ertragsüberschuss von 61 000 Franken.

Thomas Stutz, Leiter des Finanzressorts, begründete das deutlich bessere Ergebnis vor allem durch vermehrte Steuereingänge im Gesamtbetrag von 9,8 Millionen Franken – insbesondere auch aus den Vorjahren. Veranschlagt waren 8,8 Millionen Franken. Zudem konnte die Gemeinde ein Grundstück für rund 200 000 Franken in Kyburg-Buchegg verkaufen. Stutz machte auf sogenannt «Neutrale Posten Fusion» aufmerksam, die aus Korrekturen und Abgrenzungen im Jahresabschluss der Altgemeinden 2013 stammen und die Zahlen der Berichtsperiode nicht verfälschen sollen.

Eine Nachzahlung zugute

Noch unklar ist die Abrechnung im Asylwesen, für das Buchegg Leitgemeinde im Unteren Bucheggberg ist. In einer Sitzung mit kantonalen Verantwortlichen wurde festgestellt, dass Buchegg eine Nachzahlung für das 1. Semester 2014 zugute hat, die aber erst im laufenden Jahr erfolgen wird.

Die Frage, weshalb in der Bestandesrechnung mit Aktiven von 17,2 Mio. Franken, etliche Positionen mit 1 Franken verbucht sind, erläuterte Stutz: «Hier handelt es sich um bereits abgeschriebene Werte, die wir aber in der Rechnung aufführen.» Die Schulhäuser in Gossliwil und Brügglen sowie das Gemeindehaus in Kyburg-Buchegg wurden ins Finanzvermögen übertragen.

Investiert wurden netto 1,47 Mio. Franken. Noch nicht ganz erfasst sind die Kosten für den Umbau des Gemeindehauses Mühledorf. Die zugehörigen Verpflichtungskredite sollen an der Budgetversammlung abgerechnet werden. Bei den Spezialfinanzierungen für Wasser/Abwasser ist noch eine Trennung nach Ortsteilen nötig. Für die Abfallbeseitigung (181 000 Franken) waren um 3859 Franken höhere Ausgaben nötig. Dafür schliesst die Elektrarechnung mit einem Ertragsüberschuss von 33 000 Franken. Genau analysiert wurde die Aufstellung der Nachtragskredite.

1,03 Millionen Franken sind «gebundene» (gesetzlich vorgegebene) Nachtragskredite, 1,1 Millionen Franken liegen in der Kompetenz der Gemeindeversammlung und Nachtragskredite in der Höhe von 192 000 Franken in der Zuständigkeit des Gemeinderates. Im Rechnungsprüfungsbericht wird die Verbesserung des Mahnwesens bei ausstehenden Steuerzahlungen und eine Verzugszinsregelung empfohlen.

Substanziell nichts Neues

Der Vertrag mit dem Zweckverband Schiessanlage Biberntal, der redaktionell wegen der Gemeindefusion angepasst werden musste, gab im Rat wegen des Kostenteilers zu diskutieren. Dieser berechnet sich bei den Unterhaltsleistungen und im Vermögen der Anlage anhand der Einwohnerzahlen der Mitgliedergemeinden. Nicht berücksichtigt seien darin «immaterielle Lasten», die der Ortsteil Bibern laut Kurt Rufer und Alex Mann in Form von Lärm zu tragen habe.

Alterssitz Bucheggberg

Anita Thomi erläuterte die Jahresrechnung des Zweckverbandes Alters- und Pflegeheim Bucheggberg in Lüterswil mit einem Reingewinn von rund 6000 Franken. Plausibilisiert werden müssten die Entnahmen aus dem Fonds der Investitionskosten-Pauschale, befand der Rat. Was und wo wurde investiert? Gleichzeitig hinterfragten Ratsmitglieder die Höhe der Honorierung (130 000 Franken) für den im Mandat mit einem 60-prozentigen Pensum tätigen Heimleiter. An seiner Arbeit sei nichts zu beanstanden, hiess es anerkennend zur Qualität der Institution. Dennoch sollte die Gemeindepräsidentenkonferenz klären, was mit dieser Honorarsumme finanziert werde.