Stadt Solothurn
Pascal Walter bleibt Vizestadtpräsident von Solothurn

Der Vorsprung des CVP-Kandidaten auf Laura Gantenbein (Grüne) ist etwas grösser als nach dem ersten Wahlgang.

Fabio Vonarburg
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Interview mit Pascal Walter.

Fabio Vonarburg

«Ich war bis am Schluss angespannt», sagte Pascal Walter, nachdem feststand, dass er sein Amt behalten darf und für weitere vier Jahre Vizestadtpräsident von Solothurn ist. 3671 Stimmen erhielt Pascal Walter und dabei 421 mehr Stimmen als Laura Gantenbein von den Grünen (3250 Stimmen). Somit war der Vorsprung von Walter im zweiten Wahlgang etwas grösser als nach dem ersten, als er 180 Stimmen mehr auf sich vereinte.

«400 Stimmen Vorsprung bei über 7000 Wählenden ist eine kleine Differenz», betonte Pascal Walter, der anfügte: «Ich bin froh, hat es geklappt.» Woran es lag, sei schwierig zu sagen, so Walter. «Ich habe das Amt schon vier Jahre ausgeübt, vielleicht hat man das im zweiten Wahlgang noch etwas mehr gewichtet als im ersten Wahlgang.» Der alte und neue Vizestadtpräsident nahm auch ­Bezug zur Wahl von Stefanie Ingold. Sie hätte im zweiten Wahlgang mehr Stimmen geholt, «vielleicht hat ein Teil dafür noch mich gewählt».

Angesprochen darauf, dass er nun noch die einzige bürgerliche Stimme im Stadtpräsidium sei, betont Walter, dass dieses nicht so parteipolitisch sei. Er ergänzte:

«Logisch wird es jetzt andere politische Themen geben aufgrund des Wechsels des Stadtpräsidiums und dort werde ich mich weiterhin mit einer bürgerlichen Stimme einbringen.»

Pascal Walter macht kein Geheimnis daraus, dass er etwas enttäuscht ist, wurde sein Favorit auf das Stadtpräsidium, Markus Schüpbach, dem er politisch näher steht, nicht gewählt. «Aber ich bin überzeugt, dass es auch mit Stefanie Ingold gut funktionieren wird.»

«Ich denke, wir können ein gutes Team werden»

Steht er, der die politischen Abläufe kennt, nun zu Beginn der Amtszeit der politischen Senkrechtstarterin Stefanie Ingold noch mehr in der Verantwortung? «Ich denke sicher, dass wir am Anfang einen intensiveren Austausch haben werden über die anstehenden Geschäfte. Aber letztendlich ist es ihre Entscheidung. Sie ist die Stadtpräsidentin und kann den Laden führen.» Aber er werde sehr gerne mit ihr zusammenarbeiten. «Ich denke, wir können ein gutes Team werden. Am Schluss geht es um das Wohl der Stadt.»

Die unterlegene Laura Gantenbein im Interview.

Fabio Vonarburg

In ihrem Wahlkampf um das Vizestadtpräsidium hatte Laura Gantenbein das Nachsehen, doch: Die Freude über den Sieg von Ingold sei viel grösser als die Enttäuschung über die eigene Niederlage. «Nach 140 Jahren haben wir erstmals eine Stadtpräsidentin und dann auch noch eine SP-Frau. Damit können wir die Politik in der Stadt nun in eine andere Richtung bringen. Es ist jetzt nicht mehr ‹s’isch immer eso gsi› der Slogan, nach dem man handelt.»

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