Gemeinderat Bellach
Stabile politische Verhältnisse: Alle Parteien behalten ihre Mandate

Die Sitzverteilung hat sich im Gemeinderat mit den Wahlen nicht verändert, die Stimmverteilung schon.

Urs Byland
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Die FDP warte auf Wahlresultate.

Die FDP warte auf Wahlresultate.

Hansjörg Sahli

Wenn elf von 13 bisherigen Gemeinderäten wieder gewählt werden wollen, dann darf man keine grossen Sprünge erwarten. Das Stimmvolk in Bellach hat sich daran gehalten und dafür gesorgt, dass im Gemeinderat die gleichen Stimmverhältnisse wie bis anhin gelten: 5 Sitze holte die FDP, je 3 Sitze machten SVP sowie SP und Grüne und die beiden restlichen Sitze gingen an die CVP.

Die Kandidierenden

Bisher und auch neu: 13 Sitze (5 FDP,
3 SP und Grüne, 3 SVP, 2 CVP)

CVP
Stefan Mollet (bisher) 426
André Schneeberger 302
Andreas Knuchel 254
Martin Amstutz 227
Markus Lüthi 218
Daniel Diefenbacher 170

FDP
Roland Stadler (bisher) 534
Lukas Jäggi (bisher) 532
Beat Späti (bisher) 528
Daniel Meier (bisher) 446
Lea Schluep-Stüdeli 417
Patrick Schneider 400
Markus Leimer 320
Cindy Aebi 311
Andreas Scheurer 299
Raphael Flury 251
Adrian Iten 248
Michel Schneider 247

SP / Grüne
Heli Schaffter (bisher) 576
Martin Röthlisberger (bisher) 517
Felix Glatz-Böni (bisher) 495
Shabbir M. Cheema 381
Lukas Rätz 272
Irène Roth Kradolfer 240
Irène Rechsteiner Kruse 238
Herolinda Rexhepi 235
Mario Petiti 216

SVP
Fritz Lehmann (bisher) 484
Jan Siegenthaler (bisher) 405
Jürg Gutjahr (bisher) 377
Patrik Müller 368
Adrian Neuenschwander 331
Sandro Vögeli 291

31,07 Prozent der Stimmberechtigten beteiligten sich an den Wahlen. «Eine katastrophale Stimmbeteiligung», sagt FDP-Ortsparteipräsident Anton Probst. «So viel ich weiss, waren wir nie unter 40 Prozent.» Nicht ganz ein Drittel der 3222 Stimmberechtigten wählte. Von den 1001 eingereichten Wahlzetteln verblieben 988 gültige Wahlzettel.

Interessant ist in Bellach jeweils, an wen die Restmandate gehen. Die FDP holte mit ihren 4949 Parteistimmen bei einer Verteilungszahl von 904 glatt ihre 5 Sitze. Übrig blieben 429 Reststimmen. Die SVP mit 2568 Parteistimmen holte in der ersten Runde 2 Sitze und hatte danach noch 760 Reststimmen. SP und Grüne schafften bei 3369 Parteistimmen ihre 3 Sitze auf Anhieb und kamen noch auf 657 Reststimmen. Die CVP mit 1758 Parteistimmen machte in der ersten Runde einen Sitz und verblieb mit 854 Reststimmen. In der zweiten Runde holten demnach die SVP und die CVP ihren weiteren Sitz. Die Statistik zeigt, dass SP und Grüne einen Sitzgewinn relativ knapp verpassten.

Stimmenkönigin Heli Schaffter

Bei der FDP ersetzt Lea Schluep-Stüdeli die nicht mehr zur Wahl angetretene Linda Walter. Sie hatte die Nase gegenüber Patrick Schneider um 17 Stimmen vorne. Gemeindepräsident Roland Stadler setzte sich auf der FDP-Liste knapp durch gegen Lukas Jäggi und Beat Späti. Klar am meisten Stimmen machte aber eine andere. Heli Schaffter (SP und Grüne) erreichte mit 576 Stimmen ein Glanzresultat.

Auf der Liste SP und Grüne blieben die drei bisherigen Gemeinderäte unangefochten. Das gilt auch für die SVP-Liste. Dort schaffte es Jürg Gutjahr mit 9 Stimmen Vorsprung gegenüber Patrik Müller noch knapp über die Ziellinie. Bleibt die CVP, wo der Bisherige, Stefan Mollet, klar die Liste anführt. Ihm folgt neu CVP-Ortsparteipräsident André Schneeberger.

Kein Sitzgewinn für die Linke

«Ich bin sehr zufrieden», kommentiert Letzterer die Wahlen. «Wir haben das erreicht, was wir wollten», so Schneeberger. Die Verteilung der Sitze sei weiterhin ausgewogen. Enttäuscht ist Fritz Lehmann (SVP) von der Stimmbeteiligung. Zufrieden ist er, dass seine SVP die Sitze halten konnte. «Bei uns ist nichts passiert und bei den anderen auch nicht. Das wollte offenbar das Stimmvolk so.» Felix Glatz-Böni (SP und Grüne) freut sich darüber, «dass wir klar zweitstärkste Partei geworden sind».

Deshalb bedauere er es auch, nicht den vierten Sitz geholt zu haben. Heli Schaffter (SP und Grüne) meint dazu: «Es wäre schön gewesen, aber deswegen bin ich nicht enttäuscht.» Wahlsieger Probst ärgert sich über die geringe Wahlbeteiligung. «Der Gemeinderat ist das wichtigste Gremium in einem Dorf, da sollten sich mehr Stimmberechtigte dazu äussern.»

Er freue sich aber, dass die FDP ihre 5 Sitze «komfortabel» holte, ohne von einem Restmandat profitieren zu müssen. «Vor vier Jahren schafften wir den fünften Sitz nur dank den Reststimmen.» Glücklich ist er auch, dass die abtretende Linda Walter wieder durch eine Frau ersetzt wird. «Das ist perfekt.»