Seit fast zwei Jahren sind alle Klassen der Oberstufe der Kreisschule Gerlafingen-Obergerlafingen-Rechswil im Schulhaus Kirchacker vereint. Das Schulhaus wurde aufgestockt, umgebaut und modernisiert. An der Umgebung wurde aber nichts gemacht. Das soll sich nun ändern. Die Klassen von Benjamin Schmid und von Marc Lange haben gemeinsam mit ihren Lehrern Vorschläge ausgearbeitet, wie sich die Umgebung teenagergerecht verändern könnte.
In der 9. Klassen arbeiten die Schülerinnen und Schüler nach einem speziellen Stundenplan. Als Abschluss der Schulzeit müssen sie eine Projektarbeit abgeben. «In Gerlafingen realisieren wir meist gemeinsam ein Vorprojekt. So können wir den Schülern zeigen, wie sie die Projektarbeit am besten angehen und erfolgreich umsetzen.» Das Vorprojekt hat sich nun aber zu mehr entwickelt. Die Projektideen der Schülerinnen und Schüler wurden dem Gemeinderat vorgestellt und dieser war so begeistert, dass er der Umsetzung zustimmte und gleich einen ersten Sponsorenbeitrag von 2000 Franken zugesagt hat. In der Zwischenzeit lag das Baugesuch auf und die Baubewilligung ist erteilt, wie Bauverwalter Ewald Kaiser bestätigt. Die Papiere, die vorgelegt wurden, haben die Schüler grösstenteils selbst geschrieben und gezeichnet. Dabei haben sie auch festgestellt, dass nicht alle ihre Ideen umsetzbar waren. «Sicherheit ist ein grosses Thema, gerade auf einem Schulhausplatz», so Schmid. Auch über Vandalismus oder die Gefahr, dass freistehende Objekte gestohlen werden könnten, mussten sich die Schüler Gedanken machen.

Selbst vorbei gehen

Benjamin Schmid und Marc Lange und die 31 Schülerinnen und Schüler der Klassen 3Ba und 3Bb sind nun in der Pflicht. «Das Wichtigste ist es, dass wir Sponsoren finden», erklärt Schmid. Es werde nur ausgeführt, was finanziell gesichert sei. Folgerichtig wurde ein Sponsoringkonzept ausgearbeitet. Gesucht werden Goldsponsoren (Betrag ab 1000 Franken), Silbersponsoren (500 bis 999 Franken) und Bronzesponsoren (200 bis 499 Franken). Selbstverständlich sind auch Beiträge unter 200 Franken willkommen. Je nach Höhe der Beiträge werden die Sponsoren auf einer Sponsorentafel erwähnt oder dürfen ihr Werbebanner während des Einweihungsfestes auf dem Schulareal platzieren. Da Briefe, Telefonanrufe oder Mails alleine meist wenig nutzen, besuchen die Schülerinnen und Schüler die Firmen, von denen sie sich einen Betrag erhoffen gleich selbst. «Auch das ist eine gute Übung», meint Benjamin Schmid. «Sie müssen sich überlegen, wie sie auftreten, was für Kleider sie tragen und wie sie ihr Anliegen vortragen wollen.»

Erste Arbeiten im Mai

Anfang Mai sollen die ersten Projekte konkret umgesetzt werden. Im Juni wird während einer Projektwoche nochmals sehr intensiv an der Umgebung des Schulhauses gearbeitet. Es wird nur umgesetzt, was die Neuntklässler auch selber beenden können. «Wir möchten keine Baustellen hinterlassen.» Das Einweihungsfest ist am 2. Juli geplant.

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