Subingen
Sponsor gesucht: Gemeinde will neues Wasserrad nicht finanzieren

Der Bau eines neuen Wasserrades im Sagibach scheitert vermutlich an der Finanzierung. Der Subinger Gemeinderat findet die Idee unterstützenswert, will aber die Finanzierung nicht übernehmen.

Rahel Meier
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Ungefähr in diesem Bereich des Sagibachs stand früher die Alte Sägerei, die mit Wasserkraft betrieben wurde.

Ungefähr in diesem Bereich des Sagibachs stand früher die Alte Sägerei, die mit Wasserkraft betrieben wurde.

Rahel Meier

Am Sagibach ein Wasserrad aufzustellen dürfte rund 100 000 Franken kosten. Das ist zu viel für die Gemeinde, befand der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung. Die Idee kam vor rund einem Jahr von einer Privatperson und fand Anklang im Gemeinderat. «Wir haben in der Zwischenzeit Abklärungen getroffen. Ein Standort wäre vorhanden, die kantonalen Behörden könnten sich vorstellen, dass eine Bewilligung erteilt wird», so Gemeindepräsident Hans Ruedi Ingold.

Alle Gemeinderäte finden die Idee als solche unterstützenswert. «Viele Betriebe in Subingen waren früher von der Wasserkraft abhängig», hatte Ingold seine Ratskollegen schon vor einem Jahr erinnert. Das Wasserrad bei der Alten Mühle stehe noch, sei aber schlecht unterhalten. Die Widerlager für das Wasserrad beim Sagibach seien noch vorhanden, so Ingold damals.

«Wir würden jederzeit helfen, wenn es um weitere Abklärungen und den Behördenweg geht», meinten die Gemeinderäte einstimmig. Aber die Finanzierung sei nicht Sache der Gemeinde. Ein Aufruf an der Gemeindeversammlung, bei der Realisierung mitzuhelfen, fand kein Echo. Mit Bedauern, weil das Projekt vermutlich nicht «zum Fliegen» komme.

Auch Schützen müssen zahlen

Nächsten Sommer findet das Kantonalschützenfest im Wasseramt statt. Dafür wird auch das Mehrzweckgebäude in Subingen genutzt. Das Organisationskomitee des Schützenfestes hat nun den Antrag gestellt, dass die Gemeinde auf die im Benützungsreglement vorgesehene 10-prozentige Umsatzabgabe für die Betreiber der Festwirtschaft verzichtet. Dies auch, weil die Benützungsgebühr auf 19 000 Franken zu stehen komme.

«Woher die 19 000 Franken kommen, ist mir schleierhaft», so Ingold. So viel werde die Benützung keinesfalls kosten. Alle Parteien sprachen sich zudem klar dafür aus, dass keine Ausnahme bewilligt werden könne. «Das haben wir auch bei den letzten Anlässen nicht gemacht.» Allerdings ist das Reglement für die Benützung des Mehrzweckgebäudes in der Überarbeitung. Sollte sich mit dem neuen Reglement eine Besserstellung für die Schützen ergeben, dann wird das neue Reglement angewandt. Eine Schlechterstellung würde hingegen nicht angewendet.

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