Jeweils im Herbst handelt die Spitex Wasseramt mit den dreizehn angeschlossenen Gemeinden die Tarife für das kommende Jahr aus. Diese Tarife legen fest, wie viel die Gemeinden der Spitex Wasseramt pro Stunde Kundenzeit entschädigen. Dies ist nötig, da die Beiträge der Krankenkassen und die Patientenbeteiligung nicht kostendeckend sind.

Die Spitex erhält im Voraus fix festgelegte Beiträge und muss ein allfälliges Defizit selber übernehmen. Dieses System wird seit zwei Jahren angewendet und bewährt sich. Für das kommende Jahr rechnet die Spitex Wasseramt mit einer weiteren Zunahme der Stunden. Jedoch konnten die Kosten pro Stunde gesenkt werden. Für die Gemeinden heisst dies, dass sie weniger pro geleistete Stunde bezahlen müssen. Da aber die Stunden stark angestiegen sind, bleiben die Kosten für die Gemeinden ungefähr gleich hoch.

Letztes Jahr hat das Amt für soziale Sicherheit (ASO) entschieden, dass die Wegkosten nicht mehr von den Gemeinden übernommen werden müssen. Die Empfehlung des ASO lautet, einen Teil der Wegkosten auf die Kunden der Spitex abzuwälzen. Da die rechtliche Zulässigkeit dieser Empfehlung umstritten ist, haben die Gemeinden einstimmig entschieden, die Wegkosten weiterhin zu übernehmen. (mgt)